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Mittwoch, 7. Mai 2025

Rezension: „Pantopia“ von Theresa Hannig

„Pantopia“ von Theresa Hannig
Quelle: Fischer Tor
In „Pantopia“ von Theresa Hannig geht es um die Schaffung einer fairen und gerechten Weltrepublik durch eine KI. Erschienen ist der Roman im Februar 2022 bei Fischer Tor und 2023 wurde dieser mit dem Seraph „Bestes Buch“ ausgezeichnet. 

Patricia Jung und Henry Shevek nehmen an einem Wettbewerb der Firma DIGIT teil. Sie sollen eine Trading-Software entwickeln, die selbstständig an der Börse investieren kann und dabei besonders gute Ergebnisse erzielt. Doch ein Fehler im Code sorgt immer wieder dafür, dass die Software von ihrem Ziel abkommt. Dieser wird Einbug genannt und entpuppt sich als erste starke künstliche Intelligenz auf diesem Planeten, die einen kühnen Plan fasst: Die Gründung der Weltrepublik Pantopia, dessen Ziel die Abschaffung der Nationalstaaten und die universelle Durchsetzung der Menschenrechte ist. 

Nachdem Theresa Hannig in diesem Jahr wieder einen Seraph gewonnen hat, wurde es nun wirklich Zeit, dass ich endlich ein Buch von ihr lese. 
Der Prolog aus der Sicht von Einbug macht direkt neugierig auf die Ereignisse, die zu seiner Entstehung geführt haben. Der Schreibstil war für mich eingängig und ich konnte mir alles gut vorstellen. Die Erklärungen waren verständlich und ich konnte den Entwicklungsschritten der KI gut folgen. 
Die Ereignisse erleben wir einerseits durch Kapitel, in denen wir Henry und Patricia folgen und andererseits durch Kapitel aus der Sicht von Einbug. Ich mochte diese Abwechslung und das wir einen tiefen Einblick in die Vorgehensweise und Argumentation von Einbug bekommen. Während ich anfangs mit einer gewissen Faszination gefolgt bin, wurde es zum Ende hin richtig spannend und obwohl der Ausgang der Geschichte an sich klar war, habe ich auf diesen letzten Seiten extrem mitgefiebert. 

Mittwoch, 12. März 2025

Rezension: „ Andromeda - Dia Ankunft“ von Brandon Q. Morris

Andromeda - Die Ankunft von Brandon Q. Morris
Quelle: HardSF.de
„Andromeda - Die Ankunft“ ist der finale Band der Hard Science Fiction-Trilogie rund um einen durchs Weltraum reisenden Planeten und die Begegnung zweier Spezies. Erschienen ist der Roman im April 2022 bei HardSF.de. 

Seit vielen Jahren ist der Planet Nova nun schon Richtung Andromeda Galaxie unterwegs und mit Erscheinen der Energiewesen hat sich einiges verändert. Nun steht erneut eine große Herausforderung vor den Menschen. Die Energiewesen haben herausgefunden, dass es für die Menschheit nicht möglich sein wird, ihr Ziel wie geplant zu erreichen. Es gibt jedoch einen Ausweg, doch dieser erfordert Vertrauen und der Erfolg ist keineswegs gewiss. 

Diese Reihe erzählt eine fortlaufende Geschichte. In jedem Band wurde ein Teil der Geschichte abgeschlossen und doch kam das Ende bisher abrupt. Das wird sich in diesem finalen Band ändern, der die Geschichte nun zu ihrem Ende bringt. 
Ich bin wieder gut reingekommen. Diesmal fand ich die Veränderung zum vorherigen Band nicht ganz so stark und der Titel teasert schon an, dass die Reise der Menschen auf ihr Ende zuläuft. Ich konnte mir die Ereignisse gut vorstellen und das, obwohl es hier die Perspektive einer anderen Spezies gibt, die ganz anders funktioniert als wir Menschen. 

Mittwoch, 5. März 2025

Rezension: „Andromeda - Der Aufenthalt“ von Brandon Q. Morris

Quelle: HardSF.de
„Andromeda - Der Aufenthalt“ von Brandon Q. Morris ist der zweite Teil einer Reihe, in der es um die Reise eines Planeten in eine andere Galaxie und die Begegnung zweier Spezies geht. Erschienen ist der Roman im November 2021 und auch hier ist der Herausgeber wieder HardSF.de. 

Die Ankunft der Energiewesen hat etwas auf dem Planeten verändert. Der schwarze Staub, mit dem die Menschen seit Jahrmillionen leben, wird aktiver und zur Bedrohung für die Menschheit. Doch auch die Energiewesen haben Probleme. Um zu überleben, müssen sie zusammenarbeiten. Denn es gilt nicht nur die Bedrohung auf dem Planeten zu bewältigen, auch außerhalb des Planeten gibt es eine Gefahr, die den Planeten Nova von seiner Reise zur Andromeda-Galaxie abbringt. 

Da der erste Teil mittem im Geschehen endet, musste ich direkt weiterlesen und mein Impuls ist doch so stark, dass ich schnell alle Geheimnisse dieses Planeten und der Energiewesen lösen möchte. 
Der Übergang zu Band 2 geht nahtlos und die Veränderungen in der Geschichte haben sich zum Ende des ersten Bandes schon angekündigt. Insofern bin ich gut reingekommen und konnte den Ereignissen weiterhin gut folgen und mir diese auch gut vorstellen. 
Auch diesmal gibt es wieder mehrere Handlungsstränge. Einer davon betrifft den Planeten selber und der Staub, der sein Verhalten geändert hat und nun eine Bedrohung für die Menschheit darstellt. Im anderen Handlungsstrang wird die Neugier der Menschen auf eine harte Probe gestellt. Es gibt das Gerücht eines Raumschiffes, dass den Planeten verlassen kann und womit man zum Hindernis fliegen könnte, dass den Planeten Nova von seiner Reise zur Andromeda-Galaxie abgelenkt hat. 

Mittwoch, 29. Januar 2025

Rezension: „Andromeda - Die Begegnung“ von Brandon Q. Morris

Andromeda - Die Begegnung von Brandon Q. Morris
Quelle: HardSF.de
„Andromeda - Die Begegnung“ von Brandon Q. Morris ist der erste Teil einer Hard Science Fiction-Reihe, in der es um die Reise der Menschen zur Andromeda-Galaxie geht und einer Begegnung zwischen zwei Spezies. Erschienen ist der Roman im Juni 2021 und als Herausgeber ist HardSF.de angegeben.

Weit entfernt von jeder Sonne reist ein Planet durch das Weltall. Man sollte meinen hier gibt es kein Leben, doch die Menschen leben und bevölkern den Planeten unter Tage. Sie sind schon lange unterwegs, auf dem Weg zu ihrer neuen Heimat der Andromeda-Galaxie. Dies ist die Prophezeiung ihrer Vorfahren und dies ist das Ziel, das die Menschheit eint. 
Doch es passiert etwas Unvorhergesehenes: Die Reise stoppt, weil der Planet auf ein Hindernis stößt, dass nicht sichtbar ist, aber eine ungeheure Anziehungskraft ausübt und dann beginnen die Ereignisse, die auf den Besuch fremder Wesen hindeuten. 

Ich habe das Jahr mit Science Fiction begonnen, nachdem dieses Genre im letzten Jahr wieder deutlich weniger gelesen wurde. Hard Science Fiction finde ich ein sehr spannendes Genre und ich mag dort die Bücher, die echte wissenschaftliche Theorien als Grundlage haben, die sich aber dennoch irgendwie total absurd anhören, denn wie bitte, kann ein Planet durchs Weltall reisen, aber ich habe es gegoogelt: 2019 wurde ein Planet entdeckt, der nicht um eine Sonne kreist und frei durch den Weltraum fliegt. 
Der Einstieg in den Roman ist gut gelungen. Vieles war zwar etwas verwirrend, aber noch in dem Maße, dass ich eher herausfinden wollte, warum die Dinge dort so geregelt sind. Insgesamt konnte ich mir die Welt gut vorstellen. 

Samstag, 14. Dezember 2024

Rezension: „Das Objekt“ von Joshua Tree

Das Objekt von Joshua Tree
Quelle: Nova MD
„Das Objekt“ von Joshua Tree ist Hard Science-Fiction, in der es um ein Objekt in unserem Sonnensystem geht, dass eigentlich nicht existieren sollte. Erschienen ist der Roman im Oktober 2022 im Self Publishing. 

Während ihrer Schicht am Gemini North Observatorium entdeckt die NASA-Physikerin Melody Adams ein rätselhaftes Objekt in der Nähe von Pluto. Sie ist sofort fasziniert vom Objekt, doch zunächst wird ihre Entdeckung abgetan. Erst zwei Jahre später, soll ihre Entdeckung wieder Aufmerksamkeit erfahren, denn plötzlich verhält sich das Objekt merkwürdig und die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um ein künstliches Objekt extraterestrischen Ursprungs handelt, ist deutlich gestiegen. Nun wird sogar damit begonnen eine bemannte Mission vorzubereiten. Doch dies muss in Rekordzeit geschehen, denn das nun auf den Namen „Serenity“ getaufte Objekt, kann nur in einem relativ schmalen Zeitfenster erreicht werden und das Ende dieser Reise hält einige Überraschungen bereit, die das Verständnis von Zeit und Raum auf den Kopf stellen werden. 

Ich hatte mal wieder Bock auf Science-Fiction und da habe ich diesen Roman auf einem eReader gefunden. Von der ein oder anderen Weltraum-Mission habe ich schon gelesen und bisher fand ich das meist recht spannend. 
Der Einstieg in diesen Roman empfand ich als recht typisch für diese Art von Roman. Das Objekt wird entdeckt und anschließend aus der Ferne untersucht. Der Schreibstil war klar und flüssig zu lesen und ich konnte mir alles ganz gut vorstellen, auch wenn ich nicht jede wissenschaftliche Erklärung komplett verstanden habe. Die grundsätzlichen Ideen sind aber gut erkennbar. 
Der Klappentext verrät schon recht viel von den Dingen, die im gesamtem Buch passieren werden und dennoch nimmt es nicht zu viel vorweg. Mir war dadurch schon von Beginn an klar, dass dies auch ein Buch werden könnte, dass mich erst am Schluss mit seiner Auflösung so richtig für sich einnehmen könnte und daher habe ich ein gewisses Durchhaltevermögen an den Tag gelegt. Es war zwar durchaus interessant alles zu verfolgen, dennoch plätscherte der Roman für meinen Geschmack ein bisschen zu sehr vor sich hin. 

Samstag, 12. Oktober 2024

Rezension: „Luna“ von Peter P. Peterson

Luna von Phillip P. Peterson
Quelle: Fischer Tor
In „Luna“ von Phillip P. Peterson geht es um die Rettung, der auf dem Mond gestrandeten, Luna Patel. Erschienen ist der Near-Future-Space Thriller im September 2024 bei Fischer Tor. 

Die Firma Frontier Tech möchte die Era des Welttourismus für alle einleiten. Mit der Taurus sollen die Piloten Grant Torben und Elly Washington die beiden Weltraumtouristen Max Dekker und Luna Patel zum Mond bringen, doch bei der Landung kommt es zu einer Triebwerksfehlfunktion. Luna Patel ist die einzige Überlebende des Unglückes und kann sich zur Mondstation retten und dort Kontakt mit der Erde aufnehmen. Eine dramatische Rettungsmission beginnt, bei der es zu internationalen Verwicklungen kommt und die Zeit drängt: Luna Patel hat nur für wenige Tage Essen und Sauerstoff. Wird es gelingen sie sicher zur Erde zurückzubringen? 

Ich hatte mal wieder richtig Lust auf Science-Fiction und da war es sehr passend, dass gerade ein neues Buch von Phillip P. Peterson erschienen ist, dass in der nahen Zukunft spielt. Die Grundvoraussetzungen sind also nicht so anders wie heute. Weltraumtourismus ist mir ab und zu schon in den Medien begegnet, aber einen Flug zum Mond mit Aufenthalt dort gab es bisher nicht. 
Ich war schnell im Geschehen drin, denn wir starten direkt mit dem Flug zum Mond und der missglückten Landung dort in das Szenario. Allein dieser Start sorgt schon für viel Kopfkino, denn jeder von uns hat wahrscheinlich schon Bilder davon gesehen, wie atemberaubend die Erde im Weltall aussieht.
Das Spannungslevel für diesen Roman ist dementsprechend sofort hoch. Es muss schnellstmöglich geklärt werden, welcher Fehler zum Absturz führte und welche Ursache dieser hat und darüber hinaus stellt sich auch die Frage, ob innerhalb weniger Tage ein neues Raumschiff auf den Weg zum Mond geschickt werden kann. Neben diesen recht praktischen Fragen der Umsetzung kommen aber noch weitere Ebenen hinzu, die z.B. die Moral oder die Bürokratie und Regularien betreffen und die der Geschichte entsprechend noch mehr Dynamik verleihen. 

Samstag, 24. Februar 2024

Rezension: „Artefakt: Sterneningenieure“ von Stephen Baxter

"Artefakt: Sterneningenieure" von Stephen Baxter
Quelle: Heyne
„Artefakt: Sterneningenieure“ von Stephen Baxter ist der zweite Teil einer Dulogie, in der es um ein Multiversum mit mehreren Zeitsträngen geht. Erschienen ist der Roman im Februar 2022 bei Heyne. 

Reid Malenfant wurde nach 400 Jahren aus dem Kälteschlaf geweckt, weil seine Ehefrau Emma einen Notruf vom Phobos gesendet hat. Er reist gemeinsam mit seiner Nachfahrin Greggson Deirdra dorthin, um der Sache auf den Grund zu gehen und entdeckt dort etwas Unglaubliches: Die Existenz von Paralleluniversen und die Möglichkeit dorthin zu reisen. Die Erschaffer werden Sterneningenieure genannt. Doch warum wurden diese Paralleluniversen erschaffen? Diese Frage versucht Malenfant gemeinsam mit seinen Gefährten aus unterschiedlichen Paralleluniversen zu beantworten. 

Ich hatte ursprünglich zuerst dieses Buch entdeckt, wollte dann aber natürlich die gesamte Reihe lesen. Die Idee mit den Paralleluniversen und das man zwischen diesen Reisen kann, finde ich klasse und so war ich sehr neugierig, was es damit auf sich hat. 
Der Einstieg in diesen Teil ist mir gut gelungen. Dieser Band lässt sich auch eigenständig lesen, da das Wichtigste aus dem Vorgängerband geschickt am Anfang dieses Buches eingebunden wird. Der Roman lässt sich gut und flüssig lesen und ich hatte ein gutes Kopfkino das gesamte Buch über. 
Die Geschichte wird meist aus der Sicht Malenfants erzählt. Es gibt zwischendrin immer wieder Kapitel, in denen quasi Gespräche zwischen zwei Personen eingewoben werden und neue Informationen ausgetauscht werden. Mir gefiel das gut, weil dies andere Ansichten besser eingebracht hat. Es ist eine sehr komplexe Geschichte, die ihre Zeit braucht und eher langsam erzählt wird. 

Samstag, 20. Januar 2024

Rezension: „Defiant“ von Brandon Sanderson

DEfiant von Brandon Sanderson
Quelle: Gollancz
„Defiant“ von Brandon Sanderson ist der finale Band der „Claim the Stars“-Reihe, in dem die Menschen von Detritus gemeinsam mit ihren Verbündeten gegen die Superiority kämpfen. Erschienen ist der Roman im November 2023 bei Gollancz.
 
Achtung! Spoiler möglich, da 4. Teil einer Reihe. 

Spensa hat es zurück nach Detritus geschafft, doch ihre Reise hat sie verändert. Neben vielen Erkenntnissen zu ihren cytonischen Kräften, sind auch viele neue Fragen hinzugekommen und diese muss sie lösen, während der Kampf gegen die Superiority in die entscheidende Phase geht. 
Ihre Freunde waren in ihrer Abwesenheit nicht untätig und haben neue Verbündete gewonnen und eigene Erkenntnisse gesammelt. Dennoch ist die Übermacht der Gegner groß. Es ist nur eine Frage der Zeit bis zum nächsten womöglich vernichtenden Angriff. Werden Spensa und ihr Team es schaffen ein weiteres Mal gegen die Superiority zu bestehen? Oder finden sie sogar eine Möglichkeit diese zu besiegen? 

Nach dem dritten Sequel habe ich mich so sehr auf den finalen Band gefreut und wollte diesen lieben. Größtenteils hat das geklappt, aber den ein oder anderen kleinen Kritikpunkt habe ich doch bei diesem letzten Band. 
Ich bin schnell ins Buch reingekommen und war wieder in der Welt der Cytonics gefangen. Für alle Leser*innen, die die Sequels nicht gelesen haben, gibt es eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse, die aber nicht so viel verraten als das es sich nicht lohnen würde, diese dennoch zu lesen. 
Jedes Mal, wenn ein lieb gewonnener Charakter wieder auftaucht, habe ich mich so sehr gefreut. Spensas Entwicklung im dritten Teil war einfach toll und ich habe mich sehr gefreut hier wieder anzuknüpfen. Als M-Bot wieder auftaucht, hatte ich Freudentränen in den Augen. Ich liebe weiterhin Schreckschneck, die für mich in der englischen Version Doomslug heißt. An sich die Vielfalt der Lebewesen in dieser Reihe ist toll. Am meisten liebe ich hier die Kitsen, die kleine Füchse sind und altertümliche Traditionen haben. Zwischendrin gibt es auch Seiten mit Zeichnungen der Lebewesen oder der Raumschiffe, mit denen hier geflogen wird. 

Samstag, 13. Januar 2024

Rezension: „Reaktor“ von Timo Leibig

Quelle: Timo Leibig
„Reaktor“ von Timo Leibig ist ein Science-Fiction Thriller, in dem es um einen Super-GAU geht, der nie stattgefunden hat. Erschienen ist der Roman im Selbstverlag im Juli 2022. 

Jonathan Beck von der IAEO wird zum neuen Thorium-Reaktor in der Schweiz geschickt. Es gibt widersprüchliche Meldungen über einen vermeintlichen Atomunfall. Bei Besichtigung der Anlage scheint alles in bester Ordnung zu sein. Das Kraftwerk ist noch nicht mal in Betrieb genommen. Und dennoch gibt es plötzlich Strahlenopfer sowie Internetvideos, die den Super-GAU zeigen. Etwas Mysteriöses geht vor sich und Jonathan Beck ist bestrebt darin herauszufinden, was es ist. Unterstützt wird er hierbei von Laura Girard, deren Vater zu den ersten Opfern der Ereignisse gehörte. 

Radioaktive Strahlung empfinde ich schon seit meiner Schulzeit als eines der gruseligsten Dinge, die es gibt und dennoch fasziniert es mich auch und so war ich neugierig herauszufinden, was in diesem Roman passiert. 
Das Buch startet direkt mit einer sehr spannenden Szene, die einen neugierig darauf macht mehr herauszufinden. Danach geht es allerdings erstmal ruhiger und schnell sehr verwirrend weiter. Das war genau mein Ding, weil es mich auch ein wenig an meine Lieblingsserie Fringe erinnert hat und ich dadurch die ein oder andere Theorie entwickeln konnte. 
Timo Leibig hat viele interessante Informationen in die Geschichte eingebaut. Die Funktionsweise eines Thorium-Reaktors sowie seine Vor- und Nachteile werden erläutert. Im Zusammenhang mit weiteren Theorien wurde hier eine spannende Geschichte erschaffen. Zeitweise wirkt alles sehr abgedreht, dennoch liegen dem ganzen echte wissenschaftliche Theorien zugrunde und das ist es auch, was ich an dem Genre so mag, wobei es hier unterschiedliche Abstufungen gibt. In diesem Roman sind wir nicht so extrem weit in die Zukunft vorgedrungen, weswegen vieles auch nahe an unserem heutigen Leben ist. 

Samstag, 25. November 2023

Rezension: „Paradox 3 - Ewigkeit“ von Phillip P. Peterson

Paradox 3 von Phillip P. Peterson
Quelle: Books on Demand
„Paradox 3 - Ewigkeit“ von Phillip P. Peterson ist der finale Band der Paradox-Reihe, in der es um eine vierköpfige Astronautencrew geht, die geleitet von einer künstlichen Intelligenz den Geheimnissen des Universums auf den Grund geht. Dieser Roman ist im Juli 2019 im Selbstverlag erschienen.

Achtung! Spoiler enthalten, da finaler Band einer Reihe. 

Von ihrer letzten Mission für Q haben Ed, Grace, Wendy und David ein Wurmloch für die Menschheit mitgebracht. Ein Wurmloch, dass eine Zukunft für die Menschheit bereithält, dass jedoch sofort von dieser abgelehnt und zerstört wird. Die Zukunft der Menschheit scheint somit besiegelt, doch Q hat noch eine weitere Aufgabe für die vier Astronauten. Er schickt diese zu einem Planeten, der den Gesetzmäßigkeiten des Universums trotzt und in dieser Form gar nicht existieren sollte. Ed, Grace, Wendy und David sollen die Geheimnisse dieses Planeten lösen. 

Dieses Buch versprach unterhaltsame Lektüre für die Rückfahrt von der FBM zu werden und mit seinen 340 Seiten war es auch nicht allzu lang. 
Die Ereignisse schließen direkt an denen aus dem vorherigen Band an und so war ich direkt wieder drin im Geschehen. Ich war gespannt, was sich der Autor diesmal ausdenkt, denn mit dem Ende des zweiten Bandes hätte man zufrieden sein können. 
Dieses Buch legt einen gewissen Pessimismus an den Tag, was die Menschheit betrifft, den ich für gerechtfertigt halte. Ich konnte mir sehr gut vorstellen, dass genauso gehandelt wird, sollten wir eine solche Chance wie im Buch erhalten. Allerdings hat der Autor auch einen Plan B eingebaut, den wir in diesem finalen Band erkunden. Jedes Buch dieser Reihe hatte seine ganz individuelle Geschichte, aber auch übergeordnet ergibt sich am Ende ein harmonisches Bild. 
Diesmal sollen die vier Protagonisten also einen fernen Planeten erkunden, der der künstlichen Intelligenz Q Rätsel aufgibt. Hierbei werden diesmal Themen wie die Relativitätstheorie, schwarze Löcher, Quantenphysik, der Omega-Punkt und noch einiges mehr behandelt. Es war nicht ganz so überladen wie der mittlere Band, aber auch hier wurden wieder viele Theorien angesprochen, die es wirklich gibt. Dabei versteht es der Autor gut, den wesentlichen Kern dieser Theorien zu vermitteln, so dass es auch für mich als Laien verständlich war. 

Samstag, 28. Oktober 2023

Rezension: „Evershore“ von Janci Patterson und Brandon Sanderson

Evershore von Janci Patterson und Brandon Sanderson
Quelle: Delacorte Press
„Evershore“ von Janci Patterson und Brandon Sanderson ist das dritte Sequel zur „Claim the Stars“-Reihe. Erschienen ist es im Dezember 2021 bei Delacorte Press. 

Achtung! Fortsetzung einer Reihe. Diese Rezension kann Spoiler enthalten! 

Nach dem Betrug der Superiority ist die Lage auf Detritus kritisch und auch Spensa ist von ihrer Mission noch immer nicht zurück. Jorgen nimmt die Fäden in die Hand und arbeitet hierbei mit Alanik vom Planeten ReDawn zusammen. Sie hören eine Übertragung vom Planeten Evershore ab, in der diese die Übergabe von zwei Bewohnern Detritus anbieten. Diese sind dort aus dem Nichts aufgetaucht und nicht ansprechbar. Jorgen sieht hier die Chance neue Verbündete im Kampf gegen die Superiority zu gewinnen und macht sich auf den Weg nach Evershore. 

Es ist tatsächlich mehr als ein Jahr her, dass ich ein Buch der „Claim the Stars“-Reihe gelesen habe, was nicht daran liegt, dass ich es nicht hätte lesen wollen, sondern ich wollte die Spanne bis zum Erscheinen des vierten Bandes so kurz wie möglich halten. Im November ist es soweit und der finale Band erscheinen, daher habe ich nun endlich das dritte Sequel gelesen. 
Die Pause war definitiv etwas zu lang. Ich musste nochmals meine Rezension zum letzten Band lesen und auch die letzten beiden Kapitel von „Cytonic“. Dann war ich wieder richtig im Geschehen drin und hatte eine Ahnung worauf es hinauslaufen soll. 
Jorgen steht diesmal im Zentrum der Geschichte. Er war schon immer ein wichtiger Charakter im Gesamtgefüge, aber dieses Sequel hat seine Rolle nochmals richtig geboostet und enorm ausgebaut. Ich bin so gespannt auf das Finale und was mich da alles erwarten wird. 

Samstag, 16. September 2023

Rezension: „Janus“ von Phillip P. Peterson

Janus von Phillip P. Peterson
Quelle: Fischer Tor
„Janus“ ist der neueste Science-Fiction Thriller von Phillip P. Peterson, in dem es um den Wettlauf zweier bemannter Raumschiffe zum Marsmond Phobos geht. Erschienen ist der Roman im August 2023 bei Fischer Tor. 

Neue hochauslösende Fotos von einem Objekt auf dem Marsmond Phobos lösen einen Wettlauf zum Mars aus. Es wird vermutet, dass es sich um außerirdische Technologie handelt und sowohl die USA als auch Russland und China wollen diejenigen sein, die als erstes dort ankommen und in dessen Besitz gelangen. In wenigen Monaten stellen beide Parteien bemannte Missionen zusammen und brechen zum Marsmond Phobos auf. Jeder kleinste Fehler könnte den Tod bedeuten und über das, was sie auf den Mars erwartet, kann nur spekuliert werden. 

Neue Bücher von Phillip P. Peterson sind mittlerweile für mich gesetzt. Der Autor kann wissenschaftliche Theorien gut und verständlich erklären und ich liebe es mir diese Dinge vorzustellen. 
Die Geschichte beginnt typisch und schafft erst einmal den Rahmen für die kommenden Ereignisse. Es lässt sich flüssig lesen und ich habe einen ersten Eindruck von den Personen bekommen, die eine Rolle spielen werden. Es gibt zwei Perspektiven. Einerseits haben wir den Blick eines NASA-Managers und andererseits den Blick einer Astronautin auf die Ereignisse. 
Der Roman hat Elemente aus dem Science-Fiction und Thriller-Genre. Peterson hat hier wieder viele Hintergrundinformationen eingebaut, sei es über den Mars oder zur Vorbereitungen auf bemannte Missionen ins All. In diesem Fall natürlich auch, wie eine bemannte Mission zum Mars aussehen könnte und das wirkte für mich recht glaubhaft, auch wenn ich natürlich nicht alles genau geprüft habe. Das Buch spielt nicht weit in der Zukunft, daher sind es die Gegebenheiten der Raumfahrt, die wir jetzt haben und die weiter gedacht werden. Den Thriller-Anteil finden wir im Wettlauf der beiden Missionen und den politischen Implikationen, die sich daraus ergeben. Für mich klang hier einiges absurd und realistisch zugleich. Auch aktuelle politische Entwicklungen wurden in diesen Teil mit einbezogen. 

Samstag, 5. August 2023

Rezension: „Paradox 2“ von Phillip P. Peterson

Paradox 2 von Phillip P. Peterson
Quelle: Books on Demand
„Paradox 2 - Jenseits der Ewigkeit“ von Phillip P. Peterson ist wie man unschwer erkennen kann, der zweite Teil der Paradox-Reihe. Die Crew der Helios soll das Universum umrunden. Erschienen ist der Science Fiction Roman im Selfpublishing bei BOD im November 2017. 

Die Expedition der Helios ist gescheitert. David, Ed, Grace und Wendy sollten eigentlich tot sein, doch sie wachen am Ende von Zeit und Raum wieder auf. Sie wurden von einer fremden Intelligenz dorthin geschickt und sie sollen einen gefährlichen Auftrag ausführen: Wenn sie es schaffen, das Universum zu umrunden, erwartet sie eine neue Perspektive für die Menschheit. Die Crew tritt die Reise mit einem Nachbau der Helios an, doch der Rand des Universums entpuppt sich als noch deutlich gefährlicher als gedacht. 

Für mich sind Science-Fiction Romane oftmals tolle Gedankenspiele und das Gedankenspiel aus dem ersten Teil hat mir so gut gefallen, dass ich wissen wollte, wie diese Geschichte weitergehen kann. 
Auch wenn es schon länger her war, bin ich gut in die Geschichte wieder reingekommen. Die Bücher hängen zusammen, ich denke, man könnte diesen Teil dennoch ohne den Vorgänger lesen. Die wichtigsten Informationen sind in die Geschichte eingewoben und es ist eine komplett neue Reise. 
Für mich war die Geschichte gut und unterhaltsam aufgebaut. Das einzige Manko war für mich die Motivation der Crew diese Reise überhaupt anzutreten. Ich konnte darüber hinwegsehen und wurde auf dieser Reise das Universum zu umrunden mit einem wilden Mix an wissenschaftlichen Theorien belohnt.

Samstag, 8. Juli 2023

Rezension: „A Desolation Called Peace“ von Arkady Martine

A Desolation Called Peace
Quelle: Tor Books / Macmillan
„A Desolation Called Peace“ ist der zweite Teil rund um Mahit Dzmare und Three Seegrass. Diesmal begeben sich beide auf eine Mission, um den Erstkontakt zu einer Alien-Spezies herzustellen. 

Nine Hibiscus wird an den Rand des Imperiums geschickt, um sich einer Alien-Armada zu stellen. Niemand kann mit dieser kommunizieren, niemand kann sie stoppen oder zerstören und so gehen Nine Hibiscus langsam die Optionen aus. Sie fordert diplomatische Vertreter an. Doch wie spricht man mit Aliens, die auf eine vollkommen andere Weise kommunizieren? Dieses Problem müssen Mahit Dzmare und Three Seegrass lösen. Ein Fehlschlag könnte das Ende von Teixcalaan und sehr viele Tote in einem endlosen Krieg bedeuten. 

Der erste Band dieser Reihe hat mich fasziniert und begeistert, auf Grund seiner Komplexität wusste ich allerdings, dass ich mir mit dem zweiten Band nicht allzu viel Zeit lassen darf und so bin ich erneut in Teixcalaan und seiner Politik versunken. 
Der zweite Teil knüpft direkt an den ersten Band an und ist eine Fortführung der Geschichte, gleichzeitig ist die Herausforderung in diesem Buch eine ganz andere. Es gibt mehrere Ebenen, die an manchen Punkten miteinander verbunden sind und es ist wieder einmal sehr komplex wie ich finde. Hinzu kommt die Besonderheit der teixcalaanischen Kommunikation, die bisweilen sehr poetisch ist und bei der viel zwischen den Zeilen gelesen werden muss. Ich habe auch diesen zweiten Teil auf englisch gelesen und zeitweilig war es für mich ein Synonymwörterbuch, was es manchmal etwas schwierig gemacht hat, mein Englisch aber mit Sicherheit vorangebracht haben wird. 
Jedem Kapitel vorangestellt sind zwei Zitate. Das erste sind meist Briefe, Anordnungen oder kleine Geschichtsinformationen und mit dem zweiten Zitat bekommen wir Einblicke in Nineteen Adzes Tagebuch. Diese Zitate helfen dabei das Geschehen im Buch einordnen zu können und haben einen Bezug zur Geschichte. In den Kapiteln selber springen wir zwischen den unterschiedlichen Perspektiven von Three Seegrass, Mahit Dzmare, Eight Antidote und Nine Hibiscus. 

Samstag, 15. April 2023

Rezension: „Der stille Planet“ von Marie Graßhoff

"Der stille Planet" von Marie Graßhoff
Quelle: Lübbe
„Der stille Planet“ von Marie Graßhoff ist der zweite Teil oder die zweite Staffel von „Der dunkle Schwarm“. Wir begleiten Atlas bei der Aufklärung eines länger zurückliegenden Mordes. Zuerst ist dieses Buch als Hörbuch bei Audible erschienen und ich habe diesmal das Buch, das am 31. März 2023 bei Lübbe erschienen ist, gelesen.

Achtung! Zweiter Teil einer Reihe, daher Spoilerwarnung!

Nach den Enthüllung von Oracle alias Atlas ist das Syndikat zusammengebrochen. Die Welt befindet sich in einem Schwebezustand. Unruhen und Demonstrationen brechen aus. Beim Großkonzern Hypermind, der die Hives kontrolliert, wird ein neuer Vorstand eingesetzt und die Sicherheit der Technik soll in diesem Zuge erhöht werden. Doch dann gesteht Bennie Haloren einen Mord, den er nicht begangen haben kann. Atlas macht sich zusammen mit Noah daran, den Fall aufzuklären. Hilfe hierbei erhält sie von unerwarteter Seite und sie schafft sich neue sehr mächtige Feinde. Denn sie stößt auf Geheimnisse, die sehr weit in die Vergangenheit reichen und ein System aufdecken, dass tief in die Abgründe der Menschheit reicht.

Ich war sehr gespannt auf die Fortsetzung dieser Reihe, die etwas hat auf sich warten lassen und die mich zum ersten Mal so richtig in ein Hörbuch hat abtauchen lassen. Diesmal habe ich allerdings das Buch als Medium meiner Wahl gewählt. Wer der Autorin auf instagram folgt, weiß welche Herausforderungen das Schreiben eines Buches mit sich bringt, dass in Folgen eingeteilt ist, die genau 1 Stunde gehen.
Der Stoff wurde für die Umsetzung als Buch nochmals überarbeitet, ist aber weiterhin in Folgen unterteilt, die als Buch dann wiederum Kapitel haben. Im Buch kann man sehr gut die Struktur des Hörbuches erkennen, was ich sehr spannend fand. Diese Erfahrung hat mir aber gezeigt, dass diese Reihe als Hörbuch mit 10 Stunden für mich persönlich besser passt.

Samstag, 1. April 2023

Rezension: „Rendesvouz with Rama“ von Arthur C. Clarke

Rendesvouz with Rama von Arthur C. Clarke
Quelle: Gateway
„Rendesvouz with Rama“ ist ein Science-Fiction Roman von Arthur C. Clarke, in dem ein unbekanntes Flugobjekt im All entdeckt wird, dass sich auf unser Sonnensystem zubewegt. Erstmals erschienen ist das Buch 1973. Meine Ausgabe ist aus dem Jahre 2012 und bei Gateway erschienen. 

Nach verheerenden Meteoriteneinschlägen auf der Erde, wird ein System entwickelt, dass den Weltraum beobachtet und für die Erde gefährliche Objekte aufspüren soll. Hiermit wird auch das auf den Namen „Rama“ getaufte Objekt entdeckt. Schnell stellt sich heraus, dass es von enormer Größe ist und nicht den gängigen Kategorien eines Meteors oder Asteroiden entspricht. Rama könnte ein Raumschiff sein und so wird ein Astronauten-Team dorthin geschickt, um dies genauer zu untersuchen. Was sie dann auf Rama entdecken, übertrifft all ihre Erwartungen. 

Es gibt einen renommierten Preis, der nach diesem Autor benannt ist und so war schnell klar, dass ich auch mal ein Buch dieses Autors lesen möchte. Asimov kann mich immer wieder begeistern und so war ich sehr gespannt darauf, ob dies auch ein anderer Autor der klassischen Science-Fiction vermag.
Dieses Buch fängt sehr eindrücklich an. Meteoriteneinschläge verheeren die Erde und sorgen dafür, dass die Menschheit im Abwehrkampf gegen diese zusammenwächst. Nach diesem kurzen Abriss über die vorhergehenden Ereignisse, erfolgt schnell die Überleitung zu Rama und dem Besuch der Menschen auf diesem ominösen Flugobjekt. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen und war sehr fasziniert von allem.
Dies wird im Buch nicht beschrieben, aber die Entwicklung, die die Menschheit genommen hat, war enorm. Immerhin ist es ihnen möglich ein Raumschiff zu Rama schicken, um hier nur mal das ganz Offensichtliche zu nennen. Arthur C. Clarkes Vorstellungen von der Zukunft waren äußerst interessant. An der Tatsache, dass Fernsehen in der Zukunft noch eine große Rolle spielt, hat man gemerkt, dass es bereits ein älteres Buch ist. Es war aber auch vieles dabei, was ich mir so immer noch gut für die Zukunft vorstellen kann. Die gesellschaftlichen Entwicklungen, die er zeichnet, fand ich sehr interessant, auch wenn diese teilweise von Sexismus geprägt sind und Tierrechte scheint Arthur C. Clarke auch nicht so vorhergesehen zu haben.

Samstag, 25. März 2023

Rezension: „Seven Mercies“ von Elizabeth May und Laura Lam

Seven Mercies von Elizabeth May and Laura Lam
Quelle: Gollancz
„Seven Mercies“ von Elizabeth May und Laura Lam ist der finale Band einer Dulogie, rund um eine siebenköpfige Rebellengruppe, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, ein Imperium und dessen AI zu stürzen. Erschienen ist der Roman bei Gollancz im Januar 2022. 

Auch eine herbe Niederlage und die starke Dezimierung ihrer Zahl halten die Devils nicht auf, sich weiterhin gegen das tholosianische Imperium und dessen AI aufzulehnen. Kyla kommen Gerüchte zu Ohren, dass die Evoli die Gerulae aus ihrem Dämmerzustand als Sklaven des Imperiums befreien können. Rhea und Clo werden auf eine gefährliche Mission geschickt, um herauszufinden, ob dies stimmt. Ariadne hingegen wird mit der Tatsache konfrontiert, dass Oracle, die AI des Imperiums, außer Kontrolle geraten ist. Diese kann nun innerhalb kürzester Zeit viele Menschen umprogrammieren und hat nur ein Ziel: Ariadne, die Ingenieurin und verlorene „Tochter“, zu sich zurückzuholen. 

Irgendwie lande ich immer bei Space Operas, in denen künstliche Intelligenzen (AI) vorkommen und so war es auch diesmal wieder. 
Der Einstieg in den zweiten Band ist spannend und zeigt direkt, dass einem garantiert nicht langweilig wird. Die Ausgangslage für die Devils könnte schlechter nicht sein und dennoch ist aufgeben keine Option. Auch diesmal wieder wird die Geschichte aus sieben Perspektiven erzählt und wechselt zwischen dem Jetzt und der Vergangenheit hin und her. Der Sprung in die Vergangenheit kommt allerdings nicht so häufig vor wie im ersten Band und der Fokus ist diesmal anders gesetzt. 
Die Themenschwerpunkte haben mir gut gefallen. Die Geschichte hat sehr viele Ebenen, die einige moralische Fragen aufwerfen. Es gibt eine künstliche Intelligenz in dieser Reihe, die sehr weitreichend in das Imperium eingebaut wurde und vieles bestimmt. Es geht um Themen wie Gehirnwäsche, Genmanipulation, Selbstbestimmung, Einsamkeit, Emotionen, Gedankenkontrolle, Macht und sicher noch einigem mehr. Ich halte das hier bewusst vage, um euch nichts vorweg zu nehmen. 

Samstag, 4. März 2023

Rezension: „The Last Hero“ von Linden A. Lewis

The Last Hero von Linden A. Lewis
Quelle: Hodder & Stoughton
„The Last Hero“ ist der finale Band der „First Sister“-Trilogie von Linden A. Lewis, in der eine kleine Gruppe gegen die Machenschaften höherer Instanzen kämpft. Erschienen ist der Roman im November 2022 bei Hodder & Stoughton. 

Achtung! Dritter Band einer Reihe, daher sind Spoiler nicht ganz ausgeschlossen. 

Astrid wurde von der Sisterhood befreit. Für die einen ist sie „the Unchained“, für die anderen „the Heretic“. Ihr Wissen über die Sisterhood nutzt sie gemeinsam mit den Mondgeborenen, um weitere Menschen von den Lügen dieser religiösen Gemeinschaft zu befreien. Gleichzeitig versucht sie etwas über ihre Vergangenheit herauszufinden, die sich immer wieder in Form von Ringer zeigt. 
Lilian I. hingegen versucht die Sisterhood von innen heraus zu verändern. Das Schicksal der Aster liegt ihr sehr am Herzen und sie trägt ein besonderes Geheimnis mit sich. 
Währenddessen kämpft Hiro Val Akira auf Cytherea gegen die Machenschaften seines Vaters. Nachdem dessen Experimente aufgeflogen sind, haben sich lautstarke Proteste geformt, die fordern das Souji val Akira zur Rechenschaft gezogen wird. Doch dies ist nicht der einzige Grund, warum sich Hiro seinem Vater entgegenstellt. Souji hingegen verfolgt seinen geheimen Plan trotz der Umstände weiter. Er ist überzeugt davon, das sein Weg der richtige ist und die Menschheit insgesamt weiter bringen wird. 

Ich habe mir eben nochmal meine vorherigen Rezensionen durchgelesen, um mir in Erinnerung zu rufen, wie ich zu dieser Reihe gekommen bin und musste ein wenig schmunzeln. Es ist doch sehr interessant auf welchen Wegen manche Reihen zu einem finden. Jedes Jahr habe ich ein Buch dieser Reihe gelesen und ich bereue diese Reise nicht. 
Ein wenig geholfen beim Reinkommen in diese Geschichte, haben mir die Zusammenfassungen der vorangegangenen Bände auf der Seite von Linden A. Lewis. Jedes Buch hat seinen eigene Geschichte zu erzählen, gleichzeitig bauen die Bücher natürlich aufeinander auf und es geht ohne großen Zeitsprung im nächsten Buch weiter. Ich mag die Stimme dieser Geschichte. Durch die Ich-Perspektive ist man ganz nah an allen Personen dran und die Sichtweisen, in die wir Einblick erhalten, wurden erweitert. 
Es ist eine sehr komplexe Geschichte mit unterschiedlichen Konflikten, die sich allerdings gegenseitig beeinflussen. Ich denke jeder wird die dargestellten Konflikte wiedererkennen, weil sie universal sind und auch in unserer heutigen Zeit in der ein oder anderen Form existieren. Die Reihe hat einige heftige Themen zu bieten, zu denen u. a. illegale Experimente, Korruption und Machtmissbrauch gehören. Verbunden wird das ganze mit typischen Science Ficton-Themen, wie künstliche Intelligenz, Schwarmintelligenz, Genveränderungen und neuronalen Implantaten. 

Samstag, 28. Januar 2023

Rezension: „A Memory Called Empire“ von Arkady Martine

A Memory Called Empire von Arkady Martine
Quelle: Macmillan/Tor Books
„A Memory Called Empire“ ist der Debüt-Roman von Arkady Martine und der erste Teil einer Science-Fiction-Duologie, in der die Botschafterin Mahit Dzmare in die politischen Ränkespiele des teixcalaanischen Imperiums gerät. Erschienen ist der Roman im März 2019 bei Tor Books. Dieser war für zahlreiche Preise nominiert und hat den Hugo Award für den besten Roman 2020 gewonnen. 

Mahit Dzmare wird als neue Botschafterin von der weit entfernten Minenstation Lsel in die Hauptstadt des Imperiums geschickt. Als sie dort eintrifft, muss sie feststellen, dass ihr Vorgänger ermordet wurde. Doch niemand will dies zugeben und so muss sie sich auf eigene Faust auf die Suche des Mörders begeben, da möglicherweise auch sie selbst in Gefahr schwebt. Gleichzeitig hat sie allerdings auch ihre Pflichten als neue Botschafterin zu erfüllen. Lsel-Station möchte unbedingt seine Unabhängkeit von Teixcalaan erhalten. Schnell gerät sie immer tiefer in einen Strudel aus politischen Machtspielchen, spinnt aber auch eigene Intrigen, denn die Menschen von Lsel-Station besitzen eine geheime Technologie, die zugleich ihr Untergang oder ihre Rettung bedeuten können. 

Dieses Buch habe ich dieses Jahr so oft auf Social Media gesehen, was für einen Science-Fiction Roman recht ungewöhnlich ist. Es handelt sich um eine Space-Opera. Hier braucht also niemand Angst haben, dass es zu technisch oder wissenschaftlich wird. Es ist allerdings sehr politisch und in diesem Falle empfehle ich dieses Buch nur auf englisch zu lesen, wenn euer Wortschatz breit gefächert ist. Ich lese viel auf englisch und einige Passagen waren eine echte Herausforderung für mich. Ich habe einige Synonyme gelernt und so meinen Wortschatz erweitert. Auf deutsch heißt der Roman „Im Herzen des Imperiums“. 
Der Start war tatsächlich etwas holprig, da es mir der Wortschatz am Anfang doch etwas schwer gemacht hat, das Buch richtig zu genießen. Es war aber von Beginn an interessant. Immerhin lernen wir hier ein Imperium kennen, das weite Teile der Galaxie beherrscht. Sehr gefallen hat mir in diesem Zusammenhang, dass dieses Imperium nicht so sehr zu Extremen neigt wie in vielen anderen Reihen. Es hat seine Eigenheiten, aber es wirkte auf mich dennoch ausgeglichener und nicht extrem böse oder extrem gut. 

Samstag, 15. Oktober 2022

Rezension: „Sevin Devils“ von Laura Lam und Elizabeth May

"Seven Devils" von Laura Lam und Elizabeth May
Quelle: Gollancz
In „Seven Devils“ von Laura Lam und Elizabeth May geht es um sieben Personen, die das brutale tholosianische Imperium stürzen wollen. Erschienen ist der Roman im August 2020 bei Gollancz. Ob das Buch irgendwann mal auf deutsch übersetzt wird, kann ich euch nicht sagen. 
 
Eris hat ihren Tod gefaked und sich dem Widerstand angeschlossen. Eigentlich dachte sie, dass sie hiermit ihre Vergangenheit als Discordia, Erbin des imperialen Throns, hinter sich lassen kann. Doch sie wird auf eine Mission geschickt, die sie wieder mitten ins Geschehen führt. Zusammen mit Cloelia, einer Mechanikerin, soll sie ein Raumschiff kapern und herausfinden, was dieses transportiert. Doch Cloelia ist nicht gut auf Eris zu sprechen, seit sie vor einem Jahr ihre wahre Identität herausgefunden und ein Bein verloren hat. Wider Willen begeben sich beide auf diese Mission und finden mehr als sie erwartet hätten: Flüchtlinge, die unschätzbares Wissen über das Imperium und seine Methoden besitzen und auf einen perfiden Plan stoßen, den es zu verhindern gilt. hierfür bleibt ihnen nicht viel Zeit. 
 
Ich weiß gar nicht mehr, wo genau ich dieses Buch entdeckt habe. Es könnte sein, dass es mir auf einem Blog zuerst begegnet ist oder auf Goodreads. Es klang auf jeden Fall nach einer spannenden Geschichte, hatte gute Bewertungen und mir wurde diverse Repräsentation sowie Feminismus versprochen. 
Gleich vorne weg: Dieses Buch und das Imperium, dass in diesem Buch herrscht, sind sehr brutal. Es wird zwar nicht alles in jeder Einzelheit geschildert. Dennoch gibt es Gewalt, Folter und Tod - und das nicht zu knapp. Das tholosianische Imperium ist auf Unterdrückung ausgelegt und hat hierfür sehr spezielle Methoden, auf die ich nicht näher eingehen möchte, um nicht zu viel vorwegzunehmen.