Mittwoch, 11. Februar 2026

Rezension: „Ritual of Fire“ von D.V. Bishop

„Ritual of Fire“- D. V. Bishop
Quelle: Pan Macmillan
„Ritual of Fire“ von D. V. Bishop ist der 3. Band der Cesare Aldo-Reihe, in dem es um eine Mordserie an den Faniciulli von Girolamo Savonarola geht. Erschienen ist der historische Thriller im August 2023 bei Macmillan UK. 

Florenz, Sommer 1538: Auf einem Rundgang finden die Nachtwächter die brennende und erhängte Leiche eines reichen Händlers. Die Umstände sind besonders: 40 Jahre zuvor wurde der Mönch Girolamo Savonarola auf die gleiche Weise und am selben Ort getötet. Bedeutet dieser neue Tötung, dass der rachsüchtige Geist Savonarolas zurückgekehrt ist oder steckt etwas anderes dahinter? Cesare Aldo hat seine Vermutungen, doch dieser ist mittlerweile im Florenzer Umland auf Verbrecherjagd und überlässt daher Carlo Strocchi die Ermittlungen. Als ein weiterer, viel öffentlicherer Mord geschieht, ist die Angst groß und so fliehen die, die es sich leisten können, aufs Land. Doch auch dort kann es gefährlich werden. 

Nach Band 3 kann ich sagen, die Cesare Aldo-Reihe ist eine sichere Bank. Es ging direkt spannend los und ich habe mich sofort wieder wohl gefühlt mit den Charakteren Aldo, Strocchi und Tomasia. Egal, ob es Florenz oder das Umland ist, ich konnte mir alles gut vorstellen und bin abgetaucht in dieser Geschichte trotz eher weniger Zeit zum Lesen. 
Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, die alle ihre Berechtigung haben und den Ereignissen mehr Tiefe oder manchmal auch eine Prise Humor verleihen. Ich habe viel über Florenz, das Umland und seine Regierung erfahren und ich habe Einblicke in die Sichtweisen der Charaktere übereinander bekommen. 
Dieses Buch klärt nicht nur eine Mordserie auf, sondern behandelt dabei auch andere wichtige Themen. Zwischenmenschliche Konflikte spielen eine Rolle sowie die eigenen Vorstellung bezüglich Moral und Gerechtigkeit. Dabei gibt das Buch keine Meinung vor, sondern schafft es geschickt zum Nachdenken anzuregen. 
Cesare Aldo, Carlo und Tomasia Strocchi sind meine Lieblingscharaktere in diesem Buch. Aldo kämpft mit seiner Verbannung aus Florenz und dem Leben auf dem Land. Sein Gespür für Mörder und Gefahren hat nachgelassen und Aldo muss in diesem Band zu alter Stärke zurückfinden. Nichtsdestotrotz hat er sein Verhältnis zu Saul Orvieto aufrecht erhalten und ich liebe die subtile und doch eindeutige Art mit der diese Liebesgeschichte erzählt wird. 
Über die Entwicklungen bei Strocchi und seiner Familie habe ich mich sehr gefreut. Tomasia ist ihm eine große Stütze und er ist insgesamt erwachsener und selbstbewusster geworden. Nicht alle diese Entwicklungen sind auf positive Ereignisse zurückzuführen. 
Darüber hinaus mochte ich Ruggerio sehr. Er ist ein „guter“ Bösewicht. Die Mischung bei ihm passt einfach und man fiebert den Auseinandersetzungen von Aldo und ihm entgegen. Er ist egoistisch und auf sein Auftreten und Aussehen bedacht und er lässt andere seine Drecksarbeit erledigen, was auf Grund seiner Machtposition möglich ist. 
Die Auflösung des Kriminalfalles war sehr spannend und hinterher denke ich immer, man hätte es ahnen können, aber ich muss zugeben, ich war überrascht von der Tragweite dieser Mordserie. D. V. Bishop hat diese geschickt mit den historischen Ereignissen rund um Girolamo Savonarola verbunden. Insgesamt hat mir hier die Mischung aus Fiktion und Historie sehr gefallen. 

Fazit: Eine tolle historische Thriller-Reihe, die Fiktion und Historie auf tolle Weise verbindet und mit Cesare Aldo und Carlo Strocchi ein Ermittlerduo erschaffen hat, dem man gerne folgt. Ich mag die Tiefe der Charaktere sehr und bin gespannt auf alle zukünftigen moralischen Konflikte.

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Titel: Ritual of Fire
Verlag: Pan Macmillan
Autor*in: D. V. Bishop
Reihe: Cesare Aldo #3
Erscheinungsdatum: 15.02.2024
ISBN: 9781529096507

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