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| Quelle: Pan Macmillan |
„The Darkest Sin“ von D. V. Bishop ist der zweite Teil der Cesare Aldo-Reihe und spielt im Florenz der Renaissance-Zeit. Ein Mord in einem Kloster soll aufgeklärt werden. Erschienen ist der historische Krimi im März 2022 bei Pan Macmillan.
Florenz, Frühjahr 1537: Cesare Aldo geht einem Bericht nach, demzufolge sich jemand Zugang zu einem Konvent verschafft haben soll. Dort angekommen stößt er auf eine angespannte Stimmung aus Geheimnissen und Rivalitäten. Als dann auch noch eine nackte männliche Leiche gefunden wird, ist das Chaos perfekt, denn alles deutet darauf hin, dass eine der Nonnen einen Mord begangen hat.
Gleichzeitig ist Carlo Strocchi zu Besuch bei seiner Familie und stößt dort auf eine Leiche, die vor einiger Zeit aus dem Arno gezogen worden ist. Es handelt sich dabei um einen Kollegen, der schon seit Monaten verschwunden ist. Dieser war nicht sonderlich beliebt und bei den Ermittlungen stellt sich raus, dass dieser viele Feinde hatte.
Als sich Aldo und Strocchi der Auflösung ihrer Fälle nähern, müssen sie feststellen, dass sich die Identifizierung der Täter trügerischer gestaltet als sie je erwartet hätten.
Nachdem mich der erste Band überzeugen konnte, musste ich die Reihe natürlich weiter Lesen. Es ging also zurück nach Florenz und diesmal ins Umland und ein Konvent. Das Buch startet direkt spannend mit einem Bericht zum Fund der Leiche, der ein lebhaftes Bild vorm inneren Auge entstehen und die Frage aufkommen lässt, was dort genau passiert ist. Danach wird es erstmal etwas ruhiger, weil dann die Ereignisse von Anfang an aufgerollt werden und in diesem Zuge auch Carlo Strocchi wiederbegegnet.
Beide haben in diesem Roman getrennt laufende Fälle zu bearbeiten, begegnen sich im Laufe der Ereignisse aber immer mal wieder. Beide Fälle sind interessant, es gibt persönliche Ebenen und ich liebe die Dilemmata, die entstehen. Diese sind nicht nur im Buch, sondern auch ich wurde dazu eingeladen, mich und meine Moral zu hinterfragen. Es gab viel Ermittlungsarbeit sowie Befragungen, tolle Dialoge und manchmal war ich überrascht, was Cesare Aldo alles einfädeln konnte.