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| Quelle: Piper |
Frankreich, 1181: Der junge und außergewöhnlich talentierte Ritter Erec hat eine Truppe mittelloser Lanzenreiter um sich versammelt. Mit halsbrecherischem Wagemut gelingt es ihnen, in die erfolgreichste Turniermannschaft ihrer Zeit aufgenommen zu werden. Bei Hofe trifft Erec die faszinierende Genovefa, der er schon einmal unter mysteriösen Umständen begegnet ist. Eine schicksalhafte Liebe bahnt sich an, die unbedingt geheim bleiben muss, denn Genovefa ist verheiratet. Eigentlich sollte Erec am Ziel seiner Träume sein, aber mit seinen treuen Weggefährten gerät er mitten in eine lebensgefährliche Intrige und wird zum Spielball der Mächtigen …
Noch rechtzeitig vor Erscheinen des neuen Romanes habe ich diesen Mittelalterschmöker gelesen. Das allseits beliebte 12. Jahrhundert hat gerufen und große Namen sorgen dafür, dass die Neugier auf diese Geschichte noch größer wird.
Ich bin gut in die Geschichte reingekommen und schon der Prolog legt das übergeordnete historische Thema dieses Romanes fest. Henry Plantagenets Ruf als „König der Turniere“ sorgt dafür, dass wir tief in die Welt der Turniere eintauchen dürfen. Die beschriebenen Ereignisse konnte ich mir durchweg gut vorstellen und so habe ich ein lebhaftes Kopfkino beim Lesen genossen.
Durch unterschiedliche Perspektiven gibt es einen umfangreichen Einblick in die Ereignisse und auch thematisch ist der Roman breit aufgestellt. Während anfangs die Turniere einen großen Teil der Handlung einnehmen, rücken die historischen Ereignisse mit Fortschreiten der Geschichte immer weiter in den Vordergrund. Die Moralvorstellungen jener Zeit spielen eine Rolle, das Verständnis von Mut und Ehre, Macht, die gesellschaftliche Rangordnung, etc. Auch die Kunst der Minne findet Einzug. Die Aufteilung der einzelnen Abschnitte hat mir gut gefallen, weil sie die Veränderung in der Geschichte gut abgrenzen und greifbar machen.






