Samstag, 22. Februar 2020

Rezension: „Die Kinder der Zeit“ von Adrian Tchaikovsky

Die Kinder der Zeit von Adrain Tchaikovsky
Quelle: Heyne
Adrian Tchaikovsky erzählt in „Die Kinder der Zeit“ von einer Menschheit, die auf der Suche nach einer neuen Heimat ist und von einem terraformten Planeten, auf dem ein Evolutionsvirus ausgesetzt wurde.

Die Erde wurde zerstört und ist nicht mehr bewohnbar. Die Gilgamesch hat sich mit den letzten Resten der Menschheit aufgemacht, um zu einem weit entfernten bewohnbaren zu gelangen. Doch als sie dort eintreffen, treffen sie auf Widerstand. Der Planet ist bereits bewohnt und ein Satellit, der um diesen Planet kreist, möchte die Menschen nicht auf dem grünen Planeten landen lassen.
Lange bevor sich die letzten Menschen der Erde auf den Weg zu dem Planeten machen, wurde durch deren Vorfahren ein Evolutionsvirus freigelassen. Dieser sollte eigentlich Affen in der Evolution voranbringen, doch es kam anders und so entwickelte sich die kleine 8mm große Portia weiter und erlangte ungeahnte Sphären der Spinnen-Intelligenz.

Im eigentlichen Klappentext des Buches werden die Spinnen mit keiner Silbe erwähnt und daher mag es ein gewisser Spoiler sein, aber ohne diesen kann man die Faszination dieses Buches kaum erklären. Zuerst dachte ich mir: Toll, jetzt hast du dir unwissenderweise ein Buch mit Superspinnen gekauft, aber die Spinnen haben sich als weniger schlimm erwiesen als erwartet.
Der Schreibstil des Autors war durchaus gut zu lesen, man merkt aber deutlich, dass der Autor sein Zoologie-Studium in dieses Buch mit einbringen wollte. Alles wird sehr nüchtern beschrieben und gerade anfangs wirken die Kapitel über die Spinnen wie eine Dokumentation. Es ist definitiv ein Buch bei dem man seinen Grips anstrengen muss, dass einem aber durchaus viel geben kann, wenn man über die Dinge nachdenkt, die da passieren.

Dienstag, 18. Februar 2020

Gemeinsam Lesen

Gemeinsam lesen ist eine Aktion von schlunzenbücher, die jeden Dienstag stattfindet. Es sollen immer 4 Fragen beantwortet, wobei die letzte Frage jede Woche anders ist. Auch in dieser Woche möchte ich euch natürlich an meiner aktuellen Lektüre teilhaben lassen.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese „Genom“ von A. G. Riddle und bin auf Seite 381/538.

2. Wie  lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
„Desmond saß an dem langen Tisch im Hangar und hörte zu.“

Samstag, 15. Februar 2020

Rezension: „Der zerbrechliche Traum“ von Ellin Carsta

Der zerbrechliche Traum von Ellin Carsta
Quelle: Tinte und Feder / Ellin Carsta
„Der zerbrechliche Traum“ von Ellin Carsta ist der vierte Teil der Hansen-Saga, in dem die Geschichte der Familie und des dazugehörigen Kakaokontors erzählt wird. Erschienen ist der Roman im Oktober 2019 bei Tinte und Feder von Amazon Publishing.

Deutschland/Kamerun 1894: Anders als erwartet fühlt sich Luise in ihrer Rolle als Mutter sehr wohl und umsorgt ihre kleine Tochter Viktoria liebevoll. Dennoch zieht es sie recht schnell wieder ins Familienkontor, wo sie zu ihrer Verblüffung feststellen muss, dass Richard seinen Job gut gemacht hat. Dadurch verunsichert, stürzt sie in eine Krise, aus der sie nur mit Unterstützung ihres Mannes kommt.
Hamza kehrt nach der missglückten gemeinsamen Flucht alleine nach Kamerun zurück. Er hat Schwierigkeiten sich in seiner alten Heimat zurechtzufinden, denn die Zeit in Hamburg hat ihn verändert. Doch schon bald findet er eine neue Aufgabe für sich als die Unruhen zwischen den Einheimischen und den Kolonialisten sich immer mehr verschärfen.

Was habe ich mich gefreut als ich im Klappentext las, dass es wieder zurück nach Kamerun geht. Die Briefe in den vorangegangenen Teilen waren mir einfach zu wenig und ich habe diesen Teil der Geschichte schmerzlich vermisst.
Der Anschluss an den vorherigen Band gelingt mühelos. Man ist sofort wieder im Geschehen drin und verfolgt die Geschichte der Familie Hansen sowie Hamza interessiert mit. Ellin Carsta versteht es sehr gut, einen in die Lage des jeweiligen Charakters zu versetzen, so dass man mit jeder Person eine gewissen Verbindung hat und deren Beweggründe deutlich werden.

Mittwoch, 12. Februar 2020

Waiting on Wednesday #38 / Marie Graßhoff / Cyber Trips

"Waiting on" Wednesday ist ein wöchentliches Event, das von Breaking the Spine gehostet wird. Jeden Mittwoch sollen Bücher vorgestellt werden, die man sehnsüchtig erwartet.

Diese Woche: „Cyber Trips“ von Marie Graßhoff


Cyber Trips - Marie Graßhoff
Quelle: Lübbe
Kurzbeschreibung von Lübbe: 
Im Jahr 2101 hat die Menschheit nach erbitterten Kämpfen gegen die künstliche Intelligenz KAMI einen herben Rückschlag erlitten. Millionen wurden von ihrem technologischen Virus infiziert und verloren jeglichen eigenen Willen. Während auf der ganzen Welt nach einem Heilmittel geforscht wird, versucht die Kämpferin Andra hingegen Kontakt mit KAMI aufzunehmen — überzeugt davon, dass das Programm eine Persönlichkeit entwickelt hat …

Warum ich gerade auf dieses Buch warte?
Der erste Teil dieser Reihe hat mich so begeistert, da warte ich natürlich auf Band 2. Der Klappentext verrät mir schon ein bisschen was Neues, aber ich habe mir schon gedacht, dass Andra noch eine wichtige Rolle spielen wird. Ich liebe das Setting der Reihe, ich liebe die Charaktere und noch vieles mehr. Vor diesem Buch hatte ich noch nie vom Genre Solar Punk gehört, doch mittlerweile gefällt mir dieses Konzept für die Zukunft sehr gut. Sehr gut gefallen hat mir hier auch der Kontrast. Immerhin möchte eine küsntliche Superintelligenz die Welt übernehmen und das obwohl wir in vielen Dingen als Menschheit einen Schritt nach vorne gemacht haben und deutlich nachhaltiger leben als heutzutage.

Erscheinungsdatum:
Ende Mai 2020

Dienstag, 11. Februar 2020

Gemeinsam Lesen

Gemeinsam lesen ist eine Aktion von schlunzenbücher, die jeden Dienstag stattfindet. Es sollen immer 4 Fragen beantwortet, wobei die letzte Frage jede Woche anders ist. Auch in dieser Woche möchte ich euch natürlich an meiner aktuellen Lektüre teilhaben lassen.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese „Genom“ von A. G. Riddle und bin auf Seite 138/538.

2. Wie  lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
„Als Yuri das nächste Mal kam, war Desmond bereit.“

Samstag, 8. Februar 2020

Rezension: „Scythe - Die Hüter des Todes“ von Neal Shusterman

Scythe - Die Hüter des Todes - Neal Shusterman
Quelle: Fischer
„Scythe - Die Hüter des Todes“ von Neal Shusterman erzählt die Geschichte einer Welt, in der der Tod überwunden worden ist und sogenannte Scythe das Töten übernehmen. Es handelt sich um den ersten Teil einer Trilogie, der im Juni 2019 erstmals als Taschenbuch bei Fischer Sauerländer erschienen ist.

Was bedeutet Leben in einer Welt, in der man alles weiß, niemand arm ist und auch der Tod seinen Schrecken verloren hat? Das alles wurde erreicht und auch wenn die Menschen nicht mehr an Krankheiten oder bei Unfällen sterben, so muss es eben doch Menschen geben, die sterben. Scythe haben diese Aufgabe übernommen und Citra und Rowan wurden für die Ausbildung ausgewählt. Doch wie entscheidet man, wer weiterleben darf und wer nicht? Die Scythe haben hierfür Regeln und gewisse Moralvorstellungen. Doch es brodelt innerhalb der Gilde und nicht jeder möchte sich mehr an die alten Grundsätze halten.

Diese Reihe habe ich schon sehr oft auf bookstagram gesehen und als ich letztens beim Buchshopping war und das Paperback gesehen habe, dachte ich mir, ich lese kurz mal rein. Schon die ersten Seiten konnten mich in seinen Bann ziehen und so habe ich das Buch dann auch letztendlich mitgenommen.
Die ersten Kapitel dieses Buches haben mich ehrlich gesagt ein wenig geschockt. Alleine die Vorstellung, dass wirklich ein Mensch in einer Robe bei einem an der Haustür klingelt und dann einfach entscheidet, dass einer aus diesem Haushalt sterben muss, oder nachgelesen wird, wie es hier in dem Buch genannt wird, ist irgendwie makaber. Ich fand es wahnsinnig faszinierend die Welt der Scythe, ihre Regeln und Lebensweise kennenzulernen. Zwischen den einzelnen Kapiteln gibt es immer wieder Einschübe aus den Tagebüchern unterschiedlicher Scythe, die die Hintergründe noch mehr beleuchten.
Der Spannungsbogen des Romanes ist größtenteils gut gelungen. Der Autor weiß, wie man Spannung aufbaut, diese hält, aber auch immer mal wieder gezielt darüber hinaus geht und, wie in meinem Fall, den Leser schockt. Es gab einige überraschende Wendungen, die mir sehr gut gefallen haben und die ich nicht erwartet habe. 
Interessant zu beobachten war die Gewöhnung an die Vorgehensweise und Arbeit der Scythe. Am Anfang dachte ich des Öfteren „WTF passiert hier“, aber das hat tatsächlich mit der Zeit nachgelassen. Es gibt in diesem Roman unterschiedliche Lager, zu denen ich gar nicht allzu viel verraten will. Wir bekommen Einblick in verschiedene Scythes und alle waren für mich auf eine gewisse Weise nachvollziehbar, auch wenn mir nicht alle Varianten gefallen haben. Ich finde es allerdings sehr gut, wenn man hinter allem eine gewisse Logik erkennt. Dies macht den Konflikt im Buch umso spannender.
Die beiden Lehrlinge Citra und Rowan sind mir ans Herz gewachsen. Jeder hat unterschiedliche Stärken, dennoch bringen beide Eigenschaften mit, die ein Scythe haben sollte. Das Wechselspiel zwischen den beiden fand ich sehr gelungen und ich konnte mich in beide Charaktere hineinversetzen. 
Scythe Faraday mochte ich sehr gerne, weil dieser eine ruhige und besonnene Art hat. Anfangs war es schwer ihn zu durchschauen, aber je mehr man ihn kennenlernt, umso mehr weiß man ihn und seine Moralvorstellungen zu schätzen. Aber auch Scythe Curie hat mit der Zeit an Sympathie gewonnen. Ihre Art nachzulesen hat mir sehr gefallen und sie hat das Herz definitiv am rechten Fleck.
Bei dieser Reihe handelt es sich um eine Jugendbuchreihe, die ab 14 empfohlen wird. Die Grundprämisse dieses Buches finde ich heftig, aber ich glaube tatsächlich Jugendliche nehmen das Buch ganz anders wahr als jemand wie ich mit Mitte 30. Ich denke schon, dass die Altersempfehlung passt und Jugendliche damit umgehen können, aber ich bin tatsächlich immer etwas zwiespältig. Diese Reihe kann auf jeden Fall interessante Denkanstöße liefern. 
Ich bin sehr gespannt auf den zweiten Teil dieser Reihe, denn einiges ist noch unklar geblieben. Gerade der Thunderhead, der in dieser perfekten Welt, das Leben koordiniert und sich beispielsweise auch um die Infrastruktur kümmert, ist noch sehr abstrakt geblieben. Ich hoffe, wir erfahren hier noch deutlich mehr, so dass die Welt greifbarer wird.

Fazit: Ein Reihe, die mit ihrer makaberen Grundprämisse zu schocken, aber auch in seinen Bann zu ziehen weiß. Man wird in eine interessante Zukunftsvision entführt, die mit einigen überraschenden Wendungen punkten kann. Empfohlen ab 14 Jahren bietet die Reihe ebenso für Erwachsene viele spannende Lesestunden.

Weitere Meinungen zum Buch findet ihr hier:
Buchbahnhof
Golden Letters
Booklovin
 

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Titel: Scythe - Die Hüter des Todes
Verlag: FISCHER Sauerländer
Autor: Neal Shusterman
Reihe: Scythe #1
Erscheinungsdatum: Juni 2019
ISBN: 978-3-7373-5698-5

Dienstag, 4. Februar 2020

Gemeinsam Lesen

Gemeinsam lesen ist eine Aktion von schlunzenbücher, die jeden Dienstag stattfindet. Es sollen immer 4 Fragen beantwortet, wobei die letzte Frage jede Woche anders ist. Auch in dieser Woche möchte ich euch natürlich an meiner aktuellen Lektüre teilhaben lassen.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese „Die Kinder der Zeit“ von Adrian Tschaikovsky und bin auf Seite 323/670.

2. Wie  lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
„Die Seuche ist weit bis ins Zentrum von Großnest vorgedrungen.“