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| Quelle: emons |
Wien, 1906: Die junge Fälscherin Lili wird bei einem Diebstahl erwischt. Um einer Strafe zu entgehen, verspricht sie Kommissar Max von Krause, sich eine ordentliche Arbeit zu suchen. Durch Zufall ergattert sie eine Aushilfsstelle in der legendären Wiener Werkstätte und ist begeistert vom Ideenreichtum der dort arbeitenden Frauen. Doch die kreative Idylle trügt: Eines Morgens findet Lili eine der Künstlerinnen erschlagen auf. Ihr Sinn für Gerechtigkeit ist geweckt, und während der fesche von Krause gleich mehrere Fälle zu lösen hat, nimmt Lili die Ermittlungen selbst in die Hand...
Beate Maly hat im letzten Jahr den bronzenen Homer für „Mord im böhmischen Prater“ erhalten und ist mit dem zweiten Band dieser Reihe auch in diesem Jahr wieder nominiert. Das hat mich neugierig gemacht und gerade bei Krimi-Reihen bin ich eher late to the party, aber mittlerweile kann ich doch auch sagen, dass mir auch dieses Genre ganz gut gefällt.
Ich bin gut ins Buch reingekommen und habe mich umgehend nach Wien versetzt gefühlt. Das Buch spielt zur Zeit der k.u.k. Monarchie, die ihre glänzendsten Zeiten allerdings schon hinter sich hat und in der die Unterschiede zwischen Arm und Reich gravierend sind.
Mit gerade einmal 256 Seiten ist es ein für mich sehr kurzer Roman und ein Krimi der dementsprechend nicht unnötig in die Länge gezogen wird. Die Handlung schreitet schnell voran und dennoch gibt es auch kleinere Nebengeschichten, die einem die Protagonisten dieser Reihe näher bringen. Ich hätte mir tatsächlich sogar ein paar mehr Seiten gewünscht. Ermittlungsarbeit ist in diesem Roman etwas kurz gekommen und die Auflösung des Falles wird durch einen unglücklichen Umstand beschleunigt.






