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| Quelle: Kensington |
North Carolina, 1940er: Der sexuellen Freizügigkeit bezichtigt wird die junge Ruth Foster ungerechterweise inhaftiert und dazu gezwungen sich in der State Industrial Farm Colony for Women „medizinisch“ behandeln zu lassen. Alleinlebende unverheiratete Frauen stehen im Verdacht Soldaten mit sexuell übertragbare Krankheiten anzustecken. In der Einrichtung sollen sie lernen ein wichtiger und produktiver Teil der Gesellschaft zu werden. Dies geschieht überwiegend durch Arbeit und Strafen fürs Nichteinhalten bestimmter Regeln, die teils drakonisch sind. Überwacht wird das von der Einrichtungsleiterin Dorothy Baker, die wirklich davon überzeugt ist, den jungen Frauen zu helfen. Doch trotz ihrer Autorität und den drohenden Strafen wagen es einige aufzubegehren und für ihre Freiheit zu kämpfen.
Dieser historische Roman beruht auf wahren Begebenheiten und verbindet den Chamberlain-Kahn-Act bekannt als American Plan mit den Reformschulen wie die State Industrial Farm Colony for Women. Ich habe den Klappentext gelesen und war sofort neugierig, denn davon hatte ich noch nie zuvor etwas gehört.
Das Buch startet mit dramatischen Ereignissen, die einen Vorgeschmack auf die Ereignisse im Buch geben. Ich bin gut reingekommen und war neugierig darauf die Personen im Buch kennenzulernen. Darüber hinaus konnte ich mir alles gut vorstellen und hatte ein entsprechendes Kopfkino.
Die einzelnen Kapitel sind in der dritten Person geschrieben, legen aber immer den Fokus auf eine bestimmte Perspektive und zeigen so die Gedanken und Beweggründe der einzelnen Personen auf. Diese unterschiedlichen Perspektiven haben dafür gesorgt, dass ich mir ein breites und differenziertes Bild über die State Industrial Farm Colony for Women machen konnte. Dabei wurde für mich aber auch eine Ambivalenz erzeugt, die ich sehr spannend fand und die zum Nachdenken einlädt.






