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| Quelle: Droemer-Knaur |
Paris, 1514. Der königliche Hof glänzt vor Pracht und Reichtum, doch hinter den Kulissen herrschen Missgunst und Intrigen. Marcelle, die Tochter des Großstallmeisters, verabscheut dieses Theater. Wirklich glücklich ist sie nur fernab des Hofes beim Zeichnen und mit ihrem einzigen Freund Jean, dem Sohn des Großfalkners.
Als Marcelle von ihrem Vater gezwungen wird, sich als Hofdame der englischen Braut des Königs zu beweisen, wird ihr ein junges Mädchen zur Seite gestellt – Anne Boleyn. Sie scheint alle höfischen Tugenden zu verkörpern: elegant, gebildet, unnahbar. Deshalb darf sie auch in Frankreich bleiben, als ein neuer König den Thron besteigt. Doch Marcelle blickt bald hinter die Fassade der Engländerin und entdeckt in Anne eine Verbündete, deren Scharfsinn und verborgener Freiheitsdrang ihr imponieren. Kann ihre Freundschaft den beiden helfen, sich zwischen höfischen Intrigen und großen Träumen zu behaupten und ihren eigenen Weg zu finden?
Als ich von Leas historischem Roman erfahren habe, war direkt klar, dass ich diesen sofort nach Erscheinen lesen muss. Ich folge ihr schon lange auf instagram und mag insbesondere den Adventskalender mit historischem Wissen in jedem Jahr.
Mit dem Einstieg in dem Roman erfährt man bereits einiges über das spätere Schicksal von Anne Boleyn. Insgesamt wird ein eher wohlwollendes Bild von ihr erschaffen, was ich sehr mochte, ist sie als Henry VIII zweite Ehefrau doch eine eher umstrittene Figur. Auch sonst hatten die ersten Szenen in der Falknerei eine schöne Atmosphäre. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen und das blieb auch den gesamten Roman über so.
Es wird ein Zetraum von wenigen Jahren abgedeckt, in denen Anne Boleyn am französischen Hof weilt und einige interessante historische Ereignisse miterleben wird, die sie für den Rest ihres Lebens prägen werden. Ich gebe zu, ich bin mit etwas falschen Erwartungen an den Roman herangegangen und so hatte ich erwartet, dass Anne Boleyn mehr im Mittelpunkt stehen wird. Das Nachwort klärt hierüber auf und hat mir so im Nachhinein noch einen etwas anderen Blickwinkel eröffnet.



















