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Mittwoch, 27. Mai 2026

Rezension: „Das Rad der Welt“ von Hendrik Lambertus

„Das Rad der Welt“ von Hendrik Lambertus
Quelle: Rowohlt
„Das Rad der Welt“ ist ein historischer Roman von Hendrik Lambertus, in dem es um die Ebstorfer Weltkarte und seine mögliche Entstehung geht. Erschienen ist der Roman im Mai 2026 bei rowohlt. 

Lüneburg um 1300. Die junge Agnes leidet unter den Machtspielen ihres Vaters, des Fürsten Otto, der entschlossen ist, seine Tochter an einen Adeligen zu verheiraten. Doch Agnes' Liebe gilt der Wissenschaft: Begeistert studiert sie Werke der Naturkunde und Geografie. Sie erstellt Skizzen für eine eigene Darstellung der Welt, eine Karte, in die ihr gesamtes Wissen einfließen soll. 
Bei ihrer Recherche begegnet sie dem jungen Krämer Liudger, der ihre Leidenschaft teilt und in den sie sich verliebt. Sie plant, mit ihm davonzulaufen, den Standeszwängen zu entfliehen und endlich etwas von der Welt zu sehen, als ihr Vater hinter die Affäre kommt und sie zur Buße für den Rest ihrer Tage ins Heidekloster Ebstorf schickt. 
Agnes ist verzweifelt, bis sie den großen Wissensschatz des Klosters entdeckt: die Bibliothek. Während ihr Traum zu reisen in unerreichbare Ferne rückt, wächst die Entschlossenheit, ihre Karte fertigzustellen. Ein prunkvolles Dokument, das die Welt als großes Ganzes abbildet – eine Karte, die in die Geschichte eingehen könnte. Wenn es Agnes gelingt, sie zu vollenden ... 

Auf diesen Roman bin ich tatsächlich erst kurz vor seinem Erscheinen durch einen Newsletter und Posts des Autors aufmerksam geworden, war aber sofort neugierig, da es um eine Karte geht und wie sich die Menschen im Mittelalter die Welt vorgestellt haben. 
Im Prolog habe ich dann auch direkt die wissbegierige Agnes kennengelernt, die die gesamte Welt erkunden möchte und sich auf der Burg ihres Vaters eher eingeengt fühlt. Ich bin direkt gut ins Buch reingekommen und konnte mir die Ereignisse und die Umgebung gut vorstellen. 
Der Roman ist in 3 Teile unterteilt, die das Vorankommen der mappa mundi beschreiben. Im ersten Teil geht es um die Idee, im zweiten Teil um die Anfänge der Entstehung der Karte und der dritte Teil handelt von den Intensivierung und Fertigstellung der Karte. Unterschiedliche Perspektiven machen den Roman abwechslungsreich, bisweilen aber auch ein wenig schwer zu verfolgen, denn der Roman springt auch in der Zeit hin und her. 

Mittwoch, 18. Februar 2026

Rezension: „Die Stadt der Auserwählten“ von Michael Römling

„Die Stadt der Auserwählten“ von Michael Römling
Quelle: Rowohlt
In „Die Stadt der Auserwählten“ erzählt Michael Römling von der Zeit der Wiedertäufer in Münster im 16. Jahrhundert. Erschienen ist der Historische Roman im August 2025 bei Rowohlt.

1534: Die Bewegung der Täufer wächst von Tag zu Tag. Die religiöse Gemeinschaft, die Freiheit verspricht, zieht viele an. Maria, die Schwester des Kaisers, erteilt ihrem Leibwächter einen brisanten Auftrag: Jakob soll Ernestine aufspüren, ein Mädchen aus adeliger Familie, das sich der Bewegung angeschlossen hat. Jakob folgt ihr nach Münster, wo die Täufer das Jüngste Gericht erwarten. Er kommt bei einem Schmied unter, einem Mitglied der Gemeinde. Während Täuferanführer Matthys eine Schreckensherrschaft errichtet und der Bischof die Stadt belagert, verliebt sich Jakob in Katharina, die Schwester des Schmieds. Als er erfährt, wer Ernestine wirklich ist, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Kann er sie retten, bevor die neuen Herrscher der Stadt von ihrer Identität erfahren? Und kann Katharina den verblendeten Bruder zur Umkehr bewegen, bevor in der Stadt ein Blutbad angerichtet wird? 

Das Buch war bereits auf meinem Radar und wurde mir zusätzlich während des Lesens eines anderen Historischen Romans empfohlen. Das Interesse an der Geschichte der Wiedertäufer war geweckt und Michael Römling ist mir bereits mit seiner Tankred-Reihe ein Begriff. 
Der Roman beginnt direkt mit einer spannenden Szene, die einen direkt neugierig macht, wie es zu dieser kommen konnte. Anschließend werden die Protagonisten und Schauplätze vorgestellt. Ich konnte mir alles gut vorstellen und war dadurch schnell in der Geschichte drin. 
Erzählt wird diese aus mehreren Perspektiven, die einen guten Einblick in unterschiedliche Themen bieten, die sich hier auf unheilvolle Weise miteinander vermischen. Es gibt Einblicke in die politische Lage des 16. Jahrhunderts, die durch die zunächst unterschiedlichen Handlungsorte nicht nur auf Münster begrenzt ist. Die Entwicklung der Täuferbewegung wird nachgezeichnet und wie diese Gruppierung ihre Anziehungskraft in Münster entfalten konnte. Die Verschwörungserzählungen, die dabei erzählt werden, sind teilweise sehr abenteuerlich. Und es geht darum, wer die Herrschaft in Münster hat: der Bischof oder der Stadtrat und die Gilden. 

Mittwoch, 24. September 2025

Rezension: „Tankred - Hammer und Kreuz“ von Michael Römling

„Tankred - Hammer und Kreuz“ von Michael Römling
Quelle: Rowohlt
„Tankred - Hammer und Kreuz“ von Michael Römling ist der zweite historische Abenteuerroman aus der „Tankred“-Reihe. Es geht um den ehemaligen Bibliothekar und Mönch Tankred, der um sein Erbe kämpft und dabei in den Dunstkreis der Mächtigen gerät und gegen die Dänen kämpft. Erschienen ist das Buch im Februar 2023 bei Rowohlt. 

Juli 882: Tankred ist weiterhin dazu entschlossen, um sein Erbe zu kämpfen und seine Stiefmutter samt Halbbruder zu Fall zu bringen. Hierfür benötigt er mächtige Verbündete, die im Gegenzug auch etwas von ihm verlangen: Im Namen des Kaisers beteiligt er sich Kampfzug gegen die Dänen, die sich in Asselt verschanzt haben. Mit klugen Ideen wird Tankred bald zu einer wichtigen Größe, was nicht jedem gefällt. Als es zu Kampfhandlungen kommt, sieht er sich nicht nur durch alte Widersacher auf dänischer Seite bedroht, sondern auch durch Intrigen aus dem eigenen Lager bedroht. 

Und nun habe ich mich tatsächlich doch dazu entschieden, einen weiteren Band dieser Reihe zu lesen und mit den klareren Vorstellungen, was mir diese Reihe zu bieten hat, würde ich sagen, bin ich diesmal sogar besser reingekommen als beim letzten Mal. 
Es gibt viele Parallelen zum ersten Band, wie z.B. die Ich-Perspektive und der relativ kurze Zeitraum, in dem das Buch spielt. Auch diesmal hatte ich nicht das Gefühl, dass mir irgendein Teil der Geschichte fehlt und Tankreds Perspektive ausreichend ist, um die Geschichte zu erzählen. Ich konnte mir alles gut vorstellen und bin den Ereignissen gerne gefolgt. 
Es war interessant für mich, dieses Buch direkt nach einem dicken Historienschmöker zu lesen, der sich über mehrere Jahrzehnte erstreckt. Hier wird ein Ereignis aus der Geschichte herausgenommen und mit der fiktiven Geschichte rund um Tankred verwoben. Diese Erzählweise erlaubt einen viel detaillierteren Blick beispielsweise auf eine Belagerung und man bekommt einen ganz anderen Bezug zum Zeitraum, in dem sich alles ereignet. So konnte Tankred hier auch mal für Tage wegreiten, um andere Angelegenheiten zu klären. 

Samstag, 7. Dezember 2024

Rezension: „Fräulein Gold - Nacht über der Havel“ von Anne Stern

Fräulein Gold - Nacht über der Havel von Anne Stern
Quelle: Rowohlt
„Fräulein Gold - Nacht über der Havel“ von Anne Stern ist der siebte Band der „Fräulein Gold“-Reihe. Diesmal gibt es sogar einen echten Mordfall, der Hulda nicht mehr loslässt, weil eine Zeugin beharrlich schweigt. Erschienen ist der Roman im November 2024 bei Rowohlt. 

Berlin, 1930: Hulda arbeitet noch immer in der Mütterberatungsstelle, wo sie beratend den Müttern und Frauen zur Seite steht. Die anhaltende Wirtschaftskrise macht sich immer deutlicher bemerkbar und die politische Stabilität ist in Gefahr. Im Dunstkreis einer Schwangeren, die sie betreut, stößt sie auf ein junges Mädchen, das in Schweirigkeiten zu sein scheint. Jutta war Teil einer Jugendgruppe, doch nach der letzten Party, wird ihr Schwarm und Anführer der Truppe, tot am Ufer der Havel aufgefunden. Hulda spürt sofort, dass sie etwas verheimlicht und das mehr hinter der Geschichte steckt als zunächst angenommen. 

Ich habe es tatsächlich geschafft, auf den aktuellsten Stand bei dieser Reihe zu kommen, die ich erst im letzten Jahr begonnen habe zu lesen, die mich dafür aber umso deutlicher in ihren Bann gezogen hat, insbesondere weil diese es schafft, die Weimarer Republik zum Leben zu erwecken und die für mich trotz zu lösendem Mordfall, dennoch eher ein historischer Roman als historischer Krimi ist. 
Ich bin wie immer gut in die Geschichte reingekommen und habe mich sehr gefreut alte Bekannte wiederzutreffen. Das Berlin der mittlerweile 30er Jahre konnte ich mir sehr gut vorstellen und der Nollendorfplatz fühlt sich schon fast wie ein zu Hause an. 
Der Aufbau folgt dem bewährten Prinzip. Ich habe viel über die Gegebenheiten und politischen Umstände in Berlin im Jahr 1930 erfahren und lerne anhand der unterschiedlichen Personen im Buch, wie diese damit umgehen. Auch der Mordfall nimmt diese veränderten Umstände auf und beleuchtet in diesem Fall die Jugendorganisationen und das Erstarken der Hitlerjugend. Es wird immer deutlicher, dass die Braunhemden immer mehr an Fahrtwasser in der Gesellschaft gewinnen. 

Samstag, 18. November 2023

Rezension: „Die Totenärztin - Schattenwalzer“ von René Anour

Die Totenärztin - Schattenwalzer von René Anour
Quelle: Rowohlt
„Die Totenärztin - Schattenwalzer“ von René Anour ist der vierte und letzte Teil dieser Reihe, in der es um die Gerichtsmedizinerin Fanny Goldmann geht. Erschienen ist der Roman bei Rowohlt im März 2023. 

Wien 1909: Erneut eine Leichenbeschau am Tatort für Gerichtsmedizinerin Fanny Goldmann und ihren Kollegen Franz. Diesmal ist es ein besonders heikler Fall. Ein Diplomat wurde nackt auf seinem Schreibtisch vorgefunden - umgeben von Rosen. Bei der Ermittlung der Todesursache kommt ihr die Warnung eines alten Bekannten wieder in den Sinn und es soll nicht nur bei einer Leiche bleiben. Dieser Fall wird gefährlicher denn je und eines der Opfer wird Fanny sehr nahe stehen. 

Das Lesen dieses Buches wird mir wahrscheinlich noch länger in Erinnerung bleiben. Die letzten 100 Seiten habe ich auf dem Weg zur FBM gelesen. Ich wollte das Buch unbedingt beenden, bevor ich auf der Messe bin. Einerseits weil ich so neugierig auf das Ende dieser Reihe war und anderseits auch, weil ich etwas Angst vor Spoilern hatte. Die meisten, die ich kenne, hatten die Reihe nämlich bereits beendet. 
Diesmal war ich sofort in der Geschichte drin, was sicher auch daran lag, dass ich nicht viel Zeit zwischen dem Lesen von Band 3 und 4 verstreichen lassen habe. Der Einstieg ins Geschehen war gut gewählt. Der Prolog war geheimnisvoll und hat neugierig auf die weiteren Geschehnisse gemacht. Der erste Mord lässt diesmal nicht lange auf sich warten. 

Samstag, 4. November 2023

Rezension: „Das Pensionat am Holstentor: Frühlingstöchter“ von Anna Perbandt

"Das PEnsionat am Holstentor: Frühlingstöchter" von Anna Perbandt
Quelle: Rowohlt
„Das Pensionat am Holstentor - Frühlingstöchter“ von Anna Perbandt ist der Auftaktband zu einer Dilogie rund um ein Pensionat in der Lübecker Altstadt. Erschienen ist der Roman bei Rowohlt im Juni 2023. 

Lübeck, 1899: Der junge Graf von Jagow schickt seine jüngere Schwester Nora in ein Pensionat in Lübeck, in dem sie lernen soll, sich den Konventionen ihres Standes entsprechend zu verhalten. Lange wurde ihre Erziehung schleifen gelassen und so ist die junge Nora ein echter Wirbelwind, die ihre Gedanken offen äußert und sich zudem noch in den Stallburschen Karl verliebt hat. Zuerst wehrt sie sich gegen den Umzug in das Pensionat, doch dann schließt sie schnell Freundschaft mit den Mädchen aus ihrer Klasse. 
Gesche Petersen ist eine junge Frau, die gerade ihre Ausbildung beendet hat und auf der Suche nach einer Anstellung als Lehrerin ist. Diese findet sie im Pensionat am Holstentor, dass sich den alten Traditionen verpflichtet fühlt. Mit ihren modernen Ansicht eckt sie dort immer wieder an, doch sie kann sich der Unterstützung des Grafen von Jagow sicher sein, der sich auf unerklärliche Weise zu ihr hingezogen fühlt. 

Ich wusste schon länger, dass ich bei der historischen Lesenacht Ende September sein werde und ich wollte vorher auf jeden Fall noch ein Buch der Autor*innen lesen, die dort sein werden. Darüber hinaus wohne ich in der nähe Lübecks und freue mich immer sehr, wenn ein Roman dort spielt. Die Straßen dort existieren mittlerweile seit mehreren Jahrhunderten. 
Der Roman liest sich locker flockig und man kommt schnell voran. Bei Lübeck habe ich auch ohne große Beschreibungen immer ein lebhaftes Kopfkino. Die Erwähnung der Kirchtürme und bestimmter Straßen reicht hier schon aus. Manchmal fand ich die Beschreibungen der Entfernungen etwas komisch. Muss im Nachhinein allerdings sagen, dass das passt. Autos, die die Welt deutlich kleiner gemacht haben, waren zwar schon erfunden, aber noch nicht alltäglich.

Dienstag, 17. Oktober 2023

Monis (Zeit)Reise-Update #141: „Die Totenärztin - Schattenwalzer“ von René Anour

                  

Monis Zeitreise Update

Auf in die nächste Runde Monis Zeit(Reisen)-Update. Ich stelle euch meine aktuelle Lektüre vor, wie weit ich schon gelesen habe, wie ich das Buch bisher finde und warum ich das Buch ausgewählt habe.

Welche Buch lese ich gerade?
Ich lese „Die Totenärztin - Schattenwalzer“ von René Anour und bin auf Seite 153/432.

„Ein Mann im Frack öffnete die Tür und winkte Tilde ohne eine Spur von Hast in ein matt beleuchtetes Foyer.“ (Seite 153)

Worum geht es in dem Buch?
Wien 1909:  Erneut eine Leichenbeschau am Tatort für Gerichtsmedizinerin Fanny Goldmann und ihren Kollegen Franz. Diesmal ist es ein besonders heikler Fall. Ein Diplomat wurde nackt auf seinem Schreibtisch vorgefunden - umgeben von Rosen. Bei der Ermittlung der Todesursache kommt ihr die Warnung eines alten Bekannten wieder in den Sinn und es soll nicht nur bei einer Leiche bleiben. Dieser Fall wird gefährlicher denn je und eines der Opfer wird Fanny sehr nahe stehen.

Samstag, 14. Oktober 2023

Rezension: „Die Totenärztin - Donaunebel“ von René Anour

Die Totenärztin - Donaunebel von René Anour
Quelle: Rowohlt
„Fräulein Gold - Donaunebel“ von René Anour ist der dritte Teil der „Fräulein Gold“-Reihe und diesmal geht es um eine Bestie, die in einem Wald ihr Unwesen treibt. Erschienen ist der Historische Krimi im September 2022 bei Rowohlt. 

Wien 1909: In den Wäldern der Donau-Auen werden Leichen gefunden. Aufgrund der Besonderheit des Tatorts werden Fanny und Franz erstmals gebeten, die erste Beschau direkt vor Ort vorzunehmen. Die Gerichtsmedizin steht noch am Beginn und so müssen manchmal eben auch Dinge zum ersten Mal ausprobiert werden. Die Opfer sind qualvoll gestorben, doch eine Todesursache lässt sich auf den ersten Blick nicht erkennen. Doch Fanny ist hartnäckig und lässt sich auch durch Gefahren nicht von ihren Ermittlungen abbringen - nicht einmal von einer Auwaldbestie. 

Wie habe ich mich gefreut wieder nach Wien zurückzukehren. Ich hätte niemals erwartet, dass mir diese Reihe so viel Spaß macht und diese hat auf jeden Fall mein Herz für den historischen Krimi geöffnet. 
Diesmal habe ich etwas gebraucht bis ich so richtig im Buch angekommen bin. Als ich angekommen war, konnte ich das Buch allerdings kaum noch aus den Händen legen. Der Schreibstil ist gut lesbar und der unvergleichliche trockene Humor des Autors hat mich wieder einmal gut unterhalten. Es waren so viele skurrile Szenen enthalten, die mir so viel Spaß gemacht haben. 
Der Spannungsbogen ist gut gesetzt. Es fängt recht ruhig an und steigert sich kontinuierlich. Ab der Hälfte habe ich das Buch durchgesuchtet und war total gefangen in den Ereignissen. Eine der allerwichtigsten Fragen für mich in dieser Reihe ist, ob am Ende Franz oder Max der Mann an Fannys Seite sein wird. Der eigentliche Fall war aber natürlich auch sehr spannend. 

Dienstag, 3. Oktober 2023

Monis (Zeit)Reise-Update #139: „Die Totenärztin - Donaunebel“ von René Anour

                 

Monis Zeitreise Update

Auf in die nächste Runde Monis Zeit(Reisen)-Update. Ich stelle euch meine aktuelle Lektüre vor, wie weit ich schon gelesen habe, wie ich das Buch bisher finde und warum ich das Buch ausgewählt habe.

Welche Buch lese ich gerade?
Ich lese „Die Totenärztin - Donaunebel“ von René Anour und bin auf Seite 204/400.

„»Ich finde es so ungerecht, dass ihr mich nicht mitnehmt«, lamentierte Tilde, während sie sich durch Eingeweide des Burgtheaters zu Schlomos Atelier bewegten.“ (Seite 124)

Worum geht es in dem Buch?
Wien 1909: In den Wäldern der Donau-Auen werden Leichen gefunden. Aufgrund der Besonderheit des Tatorts werden Fanny und Franz erstmals gebeten, die erste Beschau direkt vor Ort vorzunehmen. Die Gerichtsmedizin steht noch am Beginn und so müssen manchmal eben auch Dinge zum ersten Mal ausprobiert werden. Die Opfer sind qualvoll gestorben, doch eine Todesursache lässt sich auf den ersten Blick nicht erkennen. Doch Fanny ist hartnäckig und lässt sich auch durch Gefahren nicht von ihren Ermittlungen abbringen.

Dienstag, 19. September 2023

Monis (Zeit)Reise-Update #137: „Frühlingstöchter - Das Pensionat am Holstentor“ von Anne Perbandt

               

Monis Zeitreise Update

Auf in die nächste Runde Monis Zeit(Reisen)-Update. Ich stelle euch meine aktuelle Lektüre vor, wie weit ich schon gelesen habe, wie ich das Buch bisher finde und warum ich das Buch ausgewählt habe.

Welche Buch lese ich gerade?
Ich lese „Frühlingstöchter - Das Pensionat am Holstentor“ von Anna Perbandt und bin bei 67%.

„Als das laute Motorengeräusch die nachmittägliche Stille zerriss, wusste Nora sofort, wer es verursachte.“ (67%)

Worum geht es in dem Buch?
Lübeck, 1899: Der junge Graf von Jagow schickt seine jüngere Schwester Nora in ein Pensionat in Lübeck, in dem sie lernen soll, sich den Konventionen ihres Standes entsprechend zu verhalten. Lange wurde ihre Erziehung schleifen gelassen und so ist die junge Nora ein echter Wirbelwind, die ihre Gedanken offen äußert und sich zudem noch in den Stallburschen Karl verliebt hat. Zuerst wehrt sie sich gegen den Umzug in das Pensionat, doch dann schließt sie schnell Freundschaft mit den Mädchen aus ihrer Klasse.
Gesche Petersen ist eine junge Frau, die gerade ihre Ausbildung beendet hat und auf der Suche nach einer Anstellung als Lehrerin ist. Diese findet sie im Pensionat am Holstentor, dass sich den alten Traditionen verpflichtet fühlt. Mit ihren modernen Ansicht eckt sie dort immer wieder an, doch sie kann sich der Unterstützung des Grafen von Jagow sicher sein, der sich auf unerklärliche Weise zu ihr hingezogen fühlt.

Samstag, 22. Juli 2023

Rezension: „Tankred - Weihrauch und Schwert“ von Michael Römling

Tankred - Weihrauch und Schwert von Michael Römling
Quelle: Rowohlt
„Tankred - Weihnrauch und Schwert“ von Michael Römling ist der Auftaktband einer historischen Reihe rund um den Bibliothekar und Kämpfer Tankred, der in diesem ersten Band seine Schwester retten will. Erschienen ist das Buch im Rowohlt-Verlag im Dezember 2022.

Januar 882: Als sich die Dänen brandschatzend dem Kloster Prüm nähern, soll sich das Leben von Tankred schlagartig wieder ändern. Vor Jahren auf Grund einer unbeherrschten Tat ins Kloster in die Verbannung geschickt, bietet sich ihm jetzt die Gelegenheit, wieder in die Welt einzutreten. Er bleibt alleine im Kloster zurück, um die Bücher und das Wissen zu schützen, dass ihm viel bedeutet. Im Kloster hat er das Amt eines Bibliothekars ausgefüllt, doch in seinem vorherigen Leben ist er zum Krieger ausgebildet worden. Ein Krieger, der eine Schwester hat, die in Aachen lebt und das die Dänen auch überfallen haben…

Das ausschlaggebende Argument dieses Buch lesen zu wollen, war eine von Nadines instagram-Stories, in der sie schreibt, dass Personen darin Sex in einem Backofen haben und ich wollte unbedingt wissen, wie es dazu kommt.
Der Autor hat einen guten Einstieg in die Geschichte gewählt. Es geht kurz vorm Überfall der Dänen los. Ich habe ein wenig über die Gegebenheiten erfahren und bin so gut in die Geschichte reingekommen. In meinem Kopf ist ein lebhaftes Bild der Umgebung und der Ereignisse entstanden.
Die Geschichte wird aus Tankreds Sicht erzählt. Die Ich-Perspektive und ich stehen ein wenig auf Kriegsfuß, aber hier hat es für mich gepasst und ein rundes Bild ergeben. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass mir etwas von der Geschichte fehlt.
Es handelt sich bei diesem Buch, um einen historischen Abenteuerroman und das ist es durch und durch. Die Ereignisse erstrecken sich über einen relativ kurzen Zeitraum von wenigen Monaten. Ein bisschen was habe ich auch über das Ende des 9. Jahrhunderts erfahren und die geschilderten Dänenüberfälle haben in jenem Zeitraum stattgefunden, ansonsten ist es aber eine fiktive Geschichte.

Samstag, 1. Juli 2023

Rezension: „Fräulein Gold - Schatten und Licht“ von Anne Stern

Fräulein Gold - Schatten und Licht von Anne Stern
Quelle: Rowohlt
Bei „Fräulein Gold - Schatten und Licht“ handelt es sich um den Auftaktband einer Reihe rund um die Hebamme Hulda Gold im Berlin der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts, die Kriminalfälle aufklärt. Erschienen ist der Roman im August 2021 bei Rowohlt Polaris. 

1922: Hulda ist als Hebamme tätig und betreut die Frauen im Bülowbogen, einem Viertel, in dem sehr viele arme Menschen auf engstem Raum zusammenleben. Stets besorgt um das Schicksal der Menschen, stößt sie auf den Todesfall von Rita Schönbrunn. Eine schwangere Nachbarin nimmt ihr Tod sehr mit und so fängt Hulda an, eigene Nachforschungen anzustellen. An sich scheint der Fall eindeutig. Rita Schönbrunn hatte ein hartes Schicksal und ist in den Landwehrkanal gesprungen und ertrunken. Doch irgendwas stimmt an dieser Geschichte nicht und auch Kriminalkommissar Karl North kann diesen Fall nicht so schnell zu den Akten legen. Bei den Ermittlungen tauchen sie immer tiefer in die Abgründe der Stadt ein und lernen, dass Schatten und Licht oft nah beieinander liegen. 

Hier wollte der Zufall mal wieder unbedingt, dass ich diese Reihe beginne. Ich hatte schon viel Gutes zur Reihe gehört und als ich den ersten Teil bei den Mängelexemplaren gesehen habe, habe ich es mitgenommen. Bei Krimis bin ich immer noch recht vorsichtig, aber ich scheine mittlerweile echt den Zugang zum Genre gefunden zu haben. 
Ich bin sehr gut in die Geschichte reingekommen. Es beginnt mit dem Mord, der direkt einige Rätsel aufgibt und neugierig auf mehr macht. Das Berlin der 20er Jahre konnte ich mir sehr gut vorstellen. Das ein oder andere Detail musste ich allerdings auch googeln, weil es fast etwas unwirklich klang. Bei einer Geschichte, die vor 100 Jahren spielt, kann man Ortschaften allerdings auch googeln, was mir sehr gefallen hat. 

Dienstag, 27. Juni 2023

Monis (Zeit)Reise-Update #128: „Höhenrausch“ von Harald Jähner

      

Monis Zeitreise Update

Auf in die nächste Runde Monis Zeit(Reisen)-Update. Ich stelle euch meine aktuelle Lektüre vor, wie weit ich schon gelesen habe, wie ich das Buch bisher finde und warum ich das Buch ausgewählt habe.

Welche Buch lese ich gerade?
Ich lese „Höhenrausch“ von Harald Jähner und bin auf Seite 157/560. 

„Die Maschinensäle der Bürokratie waren die modernen Galeeren des Warenverkehrs.“ (S. 157)

Worum geht es in dem Buch?
Es geht um die Weimarer Republik in diesem Buch. Es handelt sich hierbei um ein Sachbuch.
Deutschland, 1918. Ende des Ersten Weltkriegs, Revolution, Sieg der Demokratie. Zugleich beginnt ein Siegeszug befreiter Lebensweisen. Die Inflation hat die überlieferten Werte ins Wanken gebracht. Alles soll von Grund auf anders werden: die «Neue Frau», der «Neue Mann», «Neues Wohnen», «Neues Denken». Als es Mitte der Zwanziger auch wirtschaftlich aufwärts geht, wird Deutschland ein anderes Land. Frauen eroberten die Rennpisten und Tennisplätze, gingen abends alleine aus, schnitten sich die Haare kurz und dachten nicht ans Heiraten. Unisex kam in Mode, Androgynes und Experimentelles. Jähner erzählt von der Erfindung der Freizeit, von Boxhallen und Tanzpalästen, und von den Hotspots der Neuen Zeit, vom Büro und Großstadtverkehr, vom Warenhaus als Glücksversprechen oder der Straße als Ort erbitterter Kämpfe. So vieles wirkt heute verblüffend modern. Die Vorliebe für Ironie, das Gradlinige und Direkte. Aber auch die Angst vor der «Entwertung aller Werte», der Herrschaft des Billigen. Ein großer Teil der Deutschen fand sich im Aufbruch nicht wieder. Nach und nach offenbarte sich die tiefe Spaltung der Gesellschaft und die Unfähigkeit, sie auszuhalten.

Dienstag, 6. Juni 2023

Monis (Zeit)Reise-Update #125: „Tankred - Weihrauch und Schwert“ von Michael Römling

      

Monis Zeitreise Update

Auf in die nächste Runde Monis Zeit(Reisen)-Update. Ich stelle euch meine aktuelle Lektüre vor, wie weit ich schon gelesen habe, wie ich das Buch bisher finde und warum ich das Buch ausgewählt habe.

Welche Buch lese ich gerade?
Ich lese „Tankred - Weihrauch und Schwert“ von Michael Römling und bin auf S.144/432.

„Während hinter uns das Schiff wie eine riesige Fackel brannte, ritten wir am Rand des Wäldchens entlang nach Süden, in der Hoffnung, irgendwann auf die Römerstraße zu treffen, von der Amelung gesprochen hatte.“ (S.144)

Worum geht es in dem Buch?
Januar 882: Als sich die Dänen brandschatzend dem Kloster Prüm nähern, soll sich das Leben von Tankred schlagartig wieder ändern. Vor Jahren auf Grund einer unbeherrschten Tat ins Kloster in die Verbannung geschickt, bietet sich ihm jetzt die Gelegenheit, wieder in die Welt einzutreten. Er bleibt alleine im Kloster zurück, um die Bücher und das Wissen zu schützen, dass ihm viel bedeutet. Im Kloster hat er das Amt eines Bibliothekars ausgefüllt, doch in seinem vorherigen Leben ist er zum Krieger ausgebildet worden. Ein Krieger, der eine Schwester hat, die in Aachen lebt und das die Dänen auch überfallen haben…

Samstag, 22. April 2023

Rezension: „Die Totenärztin - Goldene Rache“ von René Anour

Die Totenärztin - Goldene Rache von René Anour
Quelle: Rowohlt
„Die Totenärztin - Goldene Rache“ ist der zweite Teil der Totenärztin-Reihe von René Anour, in dem die Gerichtsmedizinerin Fanny Goldmann eine rätselhafte Mordserie aufklärt. Erschienen ist dieser historische Krimi im Oktober 2021 bei Rowohlt. 

Wien, 1908: Noch immer liebt Fanny die Arbeit in der Gerichtsmedizin und endlich darf sie auch selber Obduktionen durchführen. Ihr neuester Fall hatte eine geheime Botschaft dabei. Für wen diese bestimmt ist, weiß Fanny nicht. Dass sie vom Mörder stammt, kann sie nur vermuten. Hereingezogen wird sie in eine Fehde zwischen zwei mächtigen Männern, die sie dazu zwingt, unmögliche Entscheidungen zu treffen, um ihr nahestehende Personen zu schützen und auch Kunst wird diesmal eine wichtige Rolle spielen. 

Mein Vorhaben die Totenärztin-Reihe noch vor der Leipziger Buchmesse weiterzulesen, habe ich umgesetzt. 
Mit seinem unvergleichlichen Humor zieht René Anour einen direkt wieder ins Buch hinein und die erste Leiche lässt nicht lange auf sich warten. Auch diesmal wieder konnte ich es kaum erwarten weiterzulesen und so war dieser Band innerhalb weniger Tage gelesen. 
Der Spannungsbogen war gut gesetzt. Den Fall, den Fanny in diesem Buch zu lösen hat, ist interessant. Ich mochte die Obduktionen und wie sich das Ganze immer weiter aufgebaut hat. Im Hintergrund läuft noch eine weitere Sache, die im letzten Band begonnen hat und die mich sehr zum Weiterlesen animiert hat. Im letzten Drittel ist die Spannung kaum noch auszuhalten und dennoch hat es René Anour auch dann geschafft, mich zum Lachen zu bringen. 
Der Humor in diesem Buch ist wieder allererste Sahne. Es ist teilweise makaber, manchmal sarkastisch, manchmal sehr trocken. Ich habe die verbalen Schlagabtausche im medizinischen Institut sehr genossen. Für mich ist es Kunst, wenn ein Buch total spannend ist und die Protagonisten in einer sehr brenzligen Situation sind und ich dennoch laut loslachen muss. Wirklich Chapeau für das Humor-Level dieser Reihe. 

Dienstag, 21. März 2023

Monis (Zeit)Reise-Update #119: „Die Totenärztin - Goldene Rache“ von René Anour

                                   

Monis Zeitreise Update

Auf in die nächste Runde Monis Zeit(Reisen)-Update. Ich stelle euch meine aktuelle Lektüre vor, wie weit ich schon gelesen habe, wie ich das Buch bisher finde und warum ich das Buch ausgewählt habe.

Welche Buch lese ich gerade?
Ich lese „Die Totenärztin - Goldene Rache“ von René Anour und bin auf Seite 230/400.

„Da Fanny nicht wusste, was ihr bevorstand, und es nicht länger aushielt zu warten, war sie viel zu früh am Belvedere und beschloss, zu Fuß durch den dazugehörigen Garten auf den Hügel hinaufzusteigen, auf dem das Schloss lag.“ (S. 230)

Worum geht es in dem Buch?
Fanny Goldmanns zweiter Fall als Totenärztin. Diesmal geht es darum Tilde wiederzufinden, aber es tauchen natürlich auch wieder Leichen auf. Diesmal tragen diese Nachrichten bei sich und Fanny muss die geheimen Botschaften entschlüsseln. Dabei wird sie in einen Machtkampf zwischen zwei gefährlichen Männern hineingezogen und dazu gezwungen schwierige Entscheidungen zu treffen.

Samstag, 4. Februar 2023

Rezension: „Die Totenärztin - Wiener Blut“ von René Anour

"Die Totenärztin - Wiener Blut" von René Anour
Quelle: Rowohlt
„Die Totenärztin - Wiener Blut“ von René Anour ist der erste Fall für Fanny Goldmann, einer junger Ärztin, die als Prosekturgehilfin in der Gerichtsmedizin Anfang des 20. Jahrhunderts arbeitet. Erschienen ist der Roman im Juli 2021 bei Rowohlt. 

Wien, 1908: Der Fall scheint zunächst klar zu sein, als ein obdachloser Toter in die Gerichtsmedizin eingeliefert wird. Auf den ersten Blick deutet nichts auf einen Mord hin. Doch die junge Ärztin Fanny Goldmann hat einen Blick für die Details und so fällt ihr einiges auf, dass nicht ins Bild passen will. Sie entschließt sich die Leiche heimlich in der Nacht zu obduzieren und gerät so in eine Verschwörung, in der Diebe, windige Grafen und ein verschwundener Diamantstern Kaiserin Sisis eine große Rolle spielen. Ihre Ermittlungen führen Fanny an die unterschiedlichsten Schauplätze Wiens und bringen sie nicht nur einmal in Gefahr. 

Ich kann freudig verkünden: Ich habe einen Krimi gelesen, in diesem Fall sogar historisch, und dieser hat mir richtig gut gefallen. Es gab schon den ein oder anderen Krimi, den ich ok fand, aber so richtig begeistern konnte mich dieses Genre bisher nicht. Mein Experiment mit den Krimi-Kurzgeschichten und der richtigen Erwartungshaltung finden, ist also geglückt. 
Das Buch lässt sich nicht lange bitten und startet direkt mit der Obduktion einer Leiche. Mir hat es den Einstieg erleichtert, da es gleich zu Beginn viele interessante Informationen gibt und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Das hier Medizinhistorie mit einem Kriminalfall verbunden wird, war eine der Dinge, die mich schon vor dem Lesen angesprochen haben. Darüber hinaus schafft es René Anour das Wien des 20. Jahrhunderts einzufangen und alles durch Humor aufzulockern. Mir hat diese Mischung wahnsinnig gut gefallen. 

Samstag, 26. November 2022

Rezension: „Der Zorn der Flut“ von Hendrik Lambertus

"Der Zorn der Flut" von Hendrik Lambertus
Quelle: Rowohlt
In „Der Zorn der Flut“ von Hendrik Lambertus geht es um die Marcellusflut 1362 und ihre Folgen für die Uthlande. Erschienen ist der Roman im November 2022 bei Rowohlt. 

Uthlande 1361: Die Winterstürme greifen die Deiche an und nur Deichbauer Folkert scheint die Gefahr zu erkennen. Beständig ermahnt er die Bauern und Staller der Uthlande die Deiche auszubessern, um ihre Heimat vor der unbändigen Gewalt der Westsee zu schützen, doch niemand möchte so recht auf ihn hören. Zu sehr sind sie von anderen Problemen eingenommen, wie beispielsweise die hohen Abgaben, die der Dänenkönig Waldemar für seine Kriegszüge verlangt. Hier ist Auke, der Bruder des Deichbauers, ganz vorne mit dabei. Er kämpft für die Freiheit der Friesen und ihre Traditionen und seine große Liebe Griet, die zum Vorteil der Uthlande einen Hamburger Kaufmann heiraten soll. Der 16. Januar 1362 soll jedoch alles ändern: Ein gewaltiger Sturm entfesselt die geballte Kraft der Westsee und die Deiche brechen… 

In den Vorschauen habe ich dieses Jahr gar nicht so sehr geschaut, umso glücklicher war ich als ich eine Mail zu diesem Buch bekam. „Das Erbe der Altendiecks“ hatte mir schon ganz gut gefallen und der Klappentext hat mich angesprochen. Wenn ich etwas über die Geschichte meines Bundeslandes lernen kann, bin ich gerne an vorderster Front mit dabei. Leider habe ich in meiner Schulzeit nicht wirklich etwas über die Marcellusflut gelernt, was eigentlich ein Skandal ist, wie ich finde. 
Ich bin schnell in dieses Buch hineingekommen. Die Beschreibungen der Uthlande haben lebhafte Bilder vor meinen Augen entstehen lassen. Der Norden Deutschlands wird seinem Ruf gerecht und begrüßt einen mit waschechtem Schietwetter. Die Protagonisten werden gekonnt eingeführt und die Weichen für die kommende Katastrophe werden geschickt gelegt. 
Der Spannungsbogen entwickelt sich über den gesamten Roman hin sehr gut. Die Spannung wird kontinuierlich aufgebaut. Doch der Autor macht nicht bei der Flut als Höhepunkt halt, sondern erzählt in der zweiten Hälfte des Romanes wie es den Uthlanden nach der Katastrophe ergeht und wie das Leben von Neuem aufgebaut wird. Die Darstellung der großen Mandränke, wie die Marcellusflut auch genannt wird, fand ich grandios. Es waren recht viele Seiten dazu, aber keine war zu viel und keine war langweilig. Ich habe so sehr bei diesen Ereignissen mitgefiebert. Nach der Flut hatte ich allerdings einen kleinen Hänger, dies wurde mit einem tollen Finale aber mehr als wieder wett gemacht. 

Dienstag, 15. November 2022

Monis (Zeit)Reise-Update #106: „Der Zorn der Flut“ von Hendrik Lambertus

                        

Monis Zeitreise Update

Auf in die nächste Runde Monis Zeit(Reisen)-Update. Ich stelle euch meine aktuelle Lektüre vor, wie weit ich schon gelesen habe, wie ich das Buch bisher finde und warum ich das Buch ausgewählt habe.

Welche Buch lese ich gerade?
„River of Ink“ habe ich am Wochenende beendet.
Ich lese „Der Zorn der Flut“ von Hendrik Lambertus bin auf Seite 288/592.

„Der Sturm blies von Nordwesten heran, und seine Kraft wollte einfach nicht nachlassen.“ (S. 288)

Worum geht es in dem Buch?
Hier geh es um die Marcellusflut 1362. Folkerts Warnungen, dass die Deiche ausgebessert werden müssen, verhallen wirkungslos. Zu sehr sind die Menschen der Uthlande damit beschäftigt sich gegen die dänische Herrschaft zu wehren. Auch Auke, sein großer Bruder, ist hiervon beseelt. Er möchte unbedingt die friesische Freiheit erhalten und nicht den nächsten Feldzug des dänischen Königs finanzieren. Außerdem ist er in die junge Griet verliebt. Doch die Pflichten einer Stallerstochter zwingen sie dazu einen anderen heiraten.

Dienstag, 8. November 2022

Monis (Zeit)Reise-Update #105: „River of Ink“ von Paul M. M. Cooper / „Der Zorn der Flut“ von Hendrik Lambertus

                       

Monis Zeitreise Update

Auf in die nächste Runde Monis Zeit(Reisen)-Update. Ich stelle euch meine aktuelle Lektüre vor, wie weit ich schon gelesen habe, wie ich das Buch bisher finde und warum ich das Buch ausgewählt habe.

Welche Buch lese ich gerade?
Ich lese noch immer „River of Ink“ von Paul M. M. Cooper und bin auf Seite 239/336.
Des Weiteren habe ich mit „Der Zorn der Flut“ von Hendrik Lambertus begonnen und auch „Tatort Nord“ begleitet mich weiterhin. Hier gibt es allerdings nicht viel Neues zu erzählen. Bei „Der Zorn der Flut“ bin ich auf Seite 107/592.

River of Ink: „As I walked back to the palace with Magha, he talked to me about dharma and duty, about the unquiet citizens of the city, the battles he had won in the south and the chieftains he had quelled.“      (S. 239)

Der Zorn der Flut: „Die Weihnachtszeit unterschied sich auf dem Hof des Bauern Abbo bei Westerwold in der Beltringharde nicht wesentlich von all den anderen dunklen Tagen des Winters.“ (S. 107)

Worum geht es in dem Buch?
River of Ink: Asanka ist Hofpoet auf der Insel Lanka und dient dem König. Als der brutale Kalingha Magha das Königreich im Handstreich erobert, gibt er Asanka eine besondere Aufgabe. Er soll eines der größten Gedichte aller Zeiten von Sanskrit ins Tamilische übersetzen, damit Kalingha Magha und auch seine Untertanen dieses Gedicht verstehen. Diese Übersetzung soll allerdings auch dafür sorgen, dass der neue König geliebt wird. Keine leichte Aufgabe für einen Poeten. Doch hat Asanka zunächst angenommen, dass Poesie und Worte nichts bewirken, so muss er doch schnell lernen, dass er sich in diesem Punkt irrt und alle Macht in der Spitze einer Schreibfeder liegt.

Der Zorn der Flut: Hier geh es um die Marcellusflut 1362. Folkerts Warnungen, dass die Deiche ausgebessert werden müssen, verhallen wirkungslos. Zu sehr sind die Menschen der Uthlande damit beschäftigt sich gegen die dänische Herrschaft zu wehren. Auch Auke, sein großer Bruder, ist hiervon beseelt. Er möchte unbedingt die friesische Freiheit erhalten und nicht den nächsten Feldzug des dänischen Königs finanzieren.