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| Quelle: Bloomsbury |
Ein Jahr zuvor, hat sich Salama noch gefragt, wen sie einmal heiraten wird und ob sie genauso glücklich sein wird, wie ihr Bruder und ihre beste Freundin und Schwägerin Layla. Doch dann kam die Revolution, die alles veränderte. Nun arbeitet sie im Krankenhaus als Ärztin, obwohl sie eigentlich Apothekerin werden wollte. Sie hilft denen, denen sie helfen kann und schließt die Augen derer, bei denen sie es nicht vermochte. Und dann ist da noch Khawf. Eine Halluzination und ein Symptom all der Gräuel, die sie in ihren jungen Jahren schon mit ansehen musste und die sie dazu drängt ihre Heimat Syrien zu verlassen. Doch dann trifft sie auf Kenan. Ein junger Mann mit lebendigen grünen Augen, der bleiben und mit seinen ganz eigenen Methoden für seine Heimat und seine Vorstellung von Freiheit kämpfen will.
Ich habe dieses Buch im englischen Buchregal einer Buchhandlung gesehen und das Cover sowie der Klappentext haben mich angesprochen. Ein Klappentext, der von Revolution und schlimmen Ereignissen spricht, der aber auch von einer Liebe zu einem Land spricht, über das ich kaum etwas weiß.
Von der ersten Seite an war ich gefangen in der Sprache und der Emotionalität dieses Buches. Dieses Buch ist schonungslos und schön zugleich. Es ist ein Buch, bei dem ich die meiste Zeit während des Lesens geweint habe und das mich viel Kraft gekostet hat und das ich dennoch als sehr bereichernd empfunden habe.
Salama ließ mich teilhaben an ihrem Blick auf Syrien, an die schönen Tage vor der Revolution, als sie mit ihrer Familie in Homs gelebt hat. Einer Familie, in der der Zusammenhalt und die Liebe groß war. Eine Familie mit anderen Traditionen als wir sie hier bei uns kennen und die in diesem Roman mit den besten Absichten gefüllt werden.


