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Samstag, 29. Juli 2023

Rezension: „As Long as the Lemon Trees Grow“ von Zoulfa Katouh

Zoulfa Katouh - As Long as the Lemon Trees Grow
Quelle: Bloomsbury
„As Long as the Lemon Trees Grow“ von Zoulfa Katouh ist ein Roman, der die Ereignisse rund um die syrische Revolution und den Bürgerkrieg dort in den Fokus rücken. Erschienen ist der Roman im September 2022 bei Bloomsbury. Die deutsche Ausgabe erschien im Oktober 2022 im Dressler-Verlag unter dem Titel „All die Farben, die ich dir versprach“. 

Ein Jahr zuvor, hat sich Salama noch gefragt, wen sie einmal heiraten wird und ob sie genauso glücklich sein wird, wie ihr Bruder und ihre beste Freundin und Schwägerin Layla. Doch dann kam die Revolution, die alles veränderte. Nun arbeitet sie im Krankenhaus als Ärztin, obwohl sie eigentlich Apothekerin werden wollte. Sie hilft denen, denen sie helfen kann und schließt die Augen derer, bei denen sie es nicht vermochte. Und dann ist da noch Khawf. Eine Halluzination und ein Symptom all der Gräuel, die sie in ihren jungen Jahren schon mit ansehen musste und die sie dazu drängt ihre Heimat Syrien zu verlassen. Doch dann trifft sie auf Kenan. Ein junger Mann mit lebendigen grünen Augen, der bleiben und mit seinen ganz eigenen Methoden für seine Heimat und seine Vorstellung von Freiheit kämpfen will. 

Ich habe dieses Buch im englischen Buchregal einer Buchhandlung gesehen und das Cover sowie der Klappentext haben mich angesprochen. Ein Klappentext, der von Revolution und schlimmen Ereignissen spricht, der aber auch von einer Liebe zu einem Land spricht, über das ich kaum etwas weiß. 
Von der ersten Seite an war ich gefangen in der Sprache und der Emotionalität dieses Buches. Dieses Buch ist schonungslos und schön zugleich. Es ist ein Buch, bei dem ich die meiste Zeit während des Lesens geweint habe und das mich viel Kraft gekostet hat und das ich dennoch als sehr bereichernd empfunden habe. 
Salama ließ mich teilhaben an ihrem Blick auf Syrien, an die schönen Tage vor der Revolution, als sie mit ihrer Familie in Homs gelebt hat. Einer Familie, in der der Zusammenhalt und die Liebe groß war. Eine Familie mit anderen Traditionen als wir sie hier bei uns kennen und die in diesem Roman mit den besten Absichten gefüllt werden. 

Dienstag, 20. Juni 2023

Monis (Zeit)Reise-Update #127: „As Long as the Lemon Trees Grow“ von Zoulfa Katouh

     

Monis Zeitreise Update

Auf in die nächste Runde Monis Zeit(Reisen)-Update. Ich stelle euch meine aktuelle Lektüre vor, wie weit ich schon gelesen habe, wie ich das Buch bisher finde und warum ich das Buch ausgewählt habe.

Welche Buch lese ich gerade?
Ich lese „As Long as the Lemon Trees Grow“ von Zoulfa Katouh und bin auf Seite 138/448. 

„When I finish my shift, I find Kenan standing beside the front door, fiddling with his camera with a look of concentration on his face“ (S. 138)

Worum geht es in dem Buch?
Ein Jahr zuvor, hat sich Salama noch gefragt, wen sie einmal heiraten wird und ob sie genauso glücklich sein wird, wie ihr Bruder und ihr beste Freundin und Schwägerin Layla. Doch dann kam die Revolution, die alles veränderte. Nun arbeitet sie im Krankenhaus als Ärztin, obwohl sie eigentlich Apothekerin werden wollte. Sie hilft denen, denen sie helfen kann und schließt die Augen derer, bei denen sie es nicht vermochte. Die einzige Person aus ihrer Familie, die noch lebt, ist ihre Schwägerin. Und dann ist da noch Khawf. Eine Halluzination und ein Symptom all der Gräuel, die sie in ihren jungen Jahren schon mit ansehen musste und die sie dazu drängt ihre Heimat Syrien zu verlassen. Doch dann trifft sie auf Kenan. Ein junger Mann mit lebendigen grünen Augen, der bleiben und mit seinen ganz eigenen Methoden für seine Heimat und seine Vorstellung von Freiheit kämpfen will.

Samstag, 19. November 2022

Rezension: „River of Ink“ von Paul M.M. Cooper

River of Ink von Paul M. M. Cooper
Quelle: Bloomsbury
„River of Ink“ von Paul M. M. Cooper erzählt die Geschichte eines Poeten, der eher unfreiwillig zur Symbolfigur einer Rebellion wird. Erschienen ist der Roman im Januar 2017 bei Bloomsbury UK. Eine deutsche Übersetzung gibt es bisher nicht. 

In den letzten 3 Jahren ist Asanka seinem früheren Leben auf dem Dorf entwachsen und zum Hofpoeten im Inselkönigreich Lanka aufgestiegen. Er lebte bisher ein ruhiges Leben, in dem er die Annehmlichkeiten des Lebens genießen und seine Schüler im Schreiben unterrichten konnte. Doch dann erobert der grausame Magha den lankischen Thron und das Leben des Poeten soll sich dramatisch ändern. Er wird mit der Aufgaben betraut ein episches Gedicht in die Sprache der Untertanen zu übersetzen, um diese dadurch gefügiger zu machen und die Ansätze der Rebellion auszulöschen. Doch es soll anders kommen: Asanka hat immer geglaubt, dass Poesie nichts verändern kann, doch er muss lernen, dass Worte sehr viel Macht haben können. 

Dieses Buch habe ich in meinem Kaufrausch für englische Bücher gekauft. Auf der Suche nach Leseempfehlungen für englische historische Romane bin ich dank Empfehlung auf Twitter über dieses Buch hier gestolpert. Der Klappentext sprach mich an und ich fand es gut mal einen ganz neuen Schauplatz in einem historischen Roman zu erkunden. 
Das Buch spielt auf Sri Lanka und zieht einen schnell in seinen Bann. Es entstehen wunderbare Bilder im Kopf und ich konnte mir Polonnaruwa und seine Straßen als auch den Dschungel und seine Elefantenpfade sehr gut vorstellen. Ich mochte sehr, wie Asanka seine Geschichte erzählt und war gespannt, wie diese sich entwickeln wird. Der Klappentext verrät hier tatsächlich nur den Anfang und die Grundprämisse des Buches, was mir sehr gefällt. 
Asanka erzählt seine Geschichte aus der Ich-Perspektive, die ich eher selten lese. Unterbrochen wird dies von Kapiteln aus der Perspektive der Protagonisten des Gedichtes, dass er übersetzen soll. Diese sind allerdings nur sehr kurz. Für mich war das in diesem Fall sehr stimmig und hat gepasst. 

Dienstag, 8. November 2022

Monis (Zeit)Reise-Update #105: „River of Ink“ von Paul M. M. Cooper / „Der Zorn der Flut“ von Hendrik Lambertus

                       

Monis Zeitreise Update

Auf in die nächste Runde Monis Zeit(Reisen)-Update. Ich stelle euch meine aktuelle Lektüre vor, wie weit ich schon gelesen habe, wie ich das Buch bisher finde und warum ich das Buch ausgewählt habe.

Welche Buch lese ich gerade?
Ich lese noch immer „River of Ink“ von Paul M. M. Cooper und bin auf Seite 239/336.
Des Weiteren habe ich mit „Der Zorn der Flut“ von Hendrik Lambertus begonnen und auch „Tatort Nord“ begleitet mich weiterhin. Hier gibt es allerdings nicht viel Neues zu erzählen. Bei „Der Zorn der Flut“ bin ich auf Seite 107/592.

River of Ink: „As I walked back to the palace with Magha, he talked to me about dharma and duty, about the unquiet citizens of the city, the battles he had won in the south and the chieftains he had quelled.“      (S. 239)

Der Zorn der Flut: „Die Weihnachtszeit unterschied sich auf dem Hof des Bauern Abbo bei Westerwold in der Beltringharde nicht wesentlich von all den anderen dunklen Tagen des Winters.“ (S. 107)

Worum geht es in dem Buch?
River of Ink: Asanka ist Hofpoet auf der Insel Lanka und dient dem König. Als der brutale Kalingha Magha das Königreich im Handstreich erobert, gibt er Asanka eine besondere Aufgabe. Er soll eines der größten Gedichte aller Zeiten von Sanskrit ins Tamilische übersetzen, damit Kalingha Magha und auch seine Untertanen dieses Gedicht verstehen. Diese Übersetzung soll allerdings auch dafür sorgen, dass der neue König geliebt wird. Keine leichte Aufgabe für einen Poeten. Doch hat Asanka zunächst angenommen, dass Poesie und Worte nichts bewirken, so muss er doch schnell lernen, dass er sich in diesem Punkt irrt und alle Macht in der Spitze einer Schreibfeder liegt.

Der Zorn der Flut: Hier geh es um die Marcellusflut 1362. Folkerts Warnungen, dass die Deiche ausgebessert werden müssen, verhallen wirkungslos. Zu sehr sind die Menschen der Uthlande damit beschäftigt sich gegen die dänische Herrschaft zu wehren. Auch Auke, sein großer Bruder, ist hiervon beseelt. Er möchte unbedingt die friesische Freiheit erhalten und nicht den nächsten Feldzug des dänischen Königs finanzieren.

Dienstag, 1. November 2022

Monis (Zeit)Reise-Update #104: „Tatort Nord“ - Krimi-Anthologie / „River of Ink“ von Paul M. M. Cooper

                      

Monis Zeitreise Update

Auf in die nächste Runde Monis Zeit(Reisen)-Update. Ich stelle euch meine aktuelle Lektüre vor, wie weit ich schon gelesen habe, wie ich das Buch bisher finde und warum ich das Buch ausgewählt habe.

Welche Buch lese ich gerade?
Ich lese „Tatort Nord“ und bin aus Seite 108/384.
Außerdem habe ich mit „River of Ink“ von Paul M. M. Cooper begonnen und bin auf Seite 49/336.

Tatort Nord: „Er hatte den Tag perfekt durchstrukturiert, doch das schien ihm überhaupt nichts zu nützen“ (S. 108)

River of Ink: „After that first day, my memory becomes a blur.“ (S. 49)

Worum geht es in dem Buch?
Tatort Nord: Es handelt sich um eine Anthologie mit 23 Krimi-Kurzgeschichten. Alle Geschichten spielen in Schleswig-Holstein oder Hamburg und die Autorinnen sind Mitglieder bei den Mörderischen Schwestern und wohnen hier oben im Norden. U.a. Bei dieser Anthologie dabei sind Sabine Weiß, Anja Marshall, Carolyn Srugies, Franziska Henze, Kathrin Hanke und Eva Jensen, um nur einige wenige zu nennen.

River of Ink: Asanka ist Hofpoet auf der Insel Lanka und dient dem König. Als der brutale Kalingha Magha das Königreich im Handstreich erobert, gibt er Asanka eine besondere Aufgabe. Er soll eines der größten Gedichte aller Zeiten von Sanskrit ins Tamilische übersetzen, damit Kalingha Magha und auch seine Untertanen dieses Gedicht verstehen. Diese Übersetzung soll allerdings auch dafür sorgen, dass der neue König geliebt wird. Keine leichte Aufgabe für einen Poeten. Doch hat Asanka zunächst angenommen, dass Poesie und Worte nichts bewirken, so muss er doch schnell lernen, dass er sich in diesem Punkt irrt und alle Macht in der Spitze einer Schreibfeder liegt.