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Mittwoch, 23. Juli 2025

Rezension: „Die Frauen jenseits des Flusses“ von Kristin Hannah

„Die Frauen jenseits des Flusses“ von Kristin Hannah
Quelle: Aufbau
In „Die Frauen jenseits des Flusses“ erzählt Kristin Hannah von den Frauen, die als Krankenschwestern während des Vietnam-Krieges gedient haben. Erschienen ist der Roman im September 2024 im Aufbau Verlag. 

Ein Satz ist es, der das Leben von Frances McGrath entscheidend verändern soll: Auch Frauen können Helden sein. Als ihr Bruder in den Krieg nach Vietnam zieht, beschließt sie ihm zu folgen. Nicht als Soldatin, sondern als Krankenschwester. Nicht ahnend worauf sie sich einlässt, wird sie mit den Gräueln des Krieges konfrontiert und wächst über sich hinaus. Vietnam wird sie für immer verändern und sie auch nach ihrer Rückkehr vor einige Herausforderungen stellen. 

Zu diesem Buch bin ich über ein Empfehlungsvideo gekommen, dass mich zuvor auch schon neugierig auf Brotherless Night gemacht hat. Der Vietnamkrieg war mir vorher schon ein Begriff, aber ich habe mich bisher nie genauer damit beschäftigt. 
Es ist das zweite Buch, das ich von Kristin Hannah lese und ich gebe zu, ich war sehr froh, dass es nicht auf zwei Zeitebenen spielt. Der Einstieg ist gut gelungen und hat mich schnell in die Geschichte gezogen. Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen und ich konnte mir die Ereignisse gut vorstellen. 

Samstag, 13. Juli 2024

Rezension: „Lindy Girls“ von Anne Stern

Quelle: Aufbau Verlage
„Lindy Girls“ von Anne Stern spielt 1928 in Berlin und erzählt von den Tanzgruppen, die zu Charleston tanzten und in Tanzpalästen auftraten. Erschienen ist der Roman im November 2023 im Aufbau Verlag. 

Der Charleston ist im Berlin der ausgehenden 20er Jahre stark im kommen als die Choreografin Wally ihre Tanzgruppe gründet. Mit den „Lindy Girls“ möchte sie sich ihren Traum erfüllen und in den großen Tanzpalästen auftreten. Frauen aus den unterschiedlichsten Schichten kommen in ihrer Tanzgruppe zusammen, wie z.B. die Fabrikarbeiterin Alice, die in prekären Verhältnissen lebt oder auch die Industriellentochter Thea, die von zu Hause flieht, um nicht zu heiraten. Der Weg der Frauen ist kein einfacher, denn obwohl Frauen mehr Rechte haben, so ist die Unterhaltungsbranche noch immer von Männern dominiert. 

Anne Stern wird bei mir wahrscheinlich für den Rest meines Lebens mit dem Berlin der 20er Jahre und der Weimarer Republik verbunden sein. Auch hier verbindet die Autorin wieder ganz unterschiedliche Schicksale miteinander und lässt so eine vergangene Zeit wieder auferstehen. 
Zur Einstimmung habe ich in die Playlist am Anfang des Buches reingehört. Sehr passend, weil es zu einem großen Teil ums Tanzen und den Charleston geht. Es sind allerdings auch Jazz und Tango-Stücke enthalten. 
Ich bin gut reingekommen und Anne Stern hat wieder einmal die Nuancen der Zeit wunderbar eingefangen. Thematisch konzentriert es sich auf andere Aspekte der Weimarer Republik als die Fräulein Gold-Reihe, aber es gibt auch Überschneidungen. So ist die Arbeit im Büro als Sekretärin sehr präsent oder es gibt einen Gigolo in seiner ursprünglichen Bedeutung. Ich habe ein Sachbuch zu der Zeit gelesen, daher wusste ich davon, aber ich mochte es sehr wie es in diesem Roman, dann zum Leben erweckt wurde. 

Dienstag, 25. Juli 2023

Monis (Zeit)Reise-Update #132: „Psyche und Eros“ von Luna McNamara

          

Monis Zeitreise Update

Auf in die nächste Runde Monis Zeit(Reisen)-Update. Ich stelle euch meine aktuelle Lektüre vor, wie weit ich schon gelesen habe, wie ich das Buch bisher finde und warum ich das Buch ausgewählt habe.

Welche Buch lese ich gerade?
Ich lese „Psyche und Eros“ von Luna McNamara und bin bei 10%.

„Als ich dreizehn war, trat ich mit meiner Familie den Weg über die griechischen Berge an, um zu der Hochzeit von Helena und Menelaos nach Sparta zu reisen.“ (10%)

Worum geht es in dem Buch?
Es geht um die Geschichte von Psyche und Eros, die sich unsterblich ineinander verlieben.
Laut eine Prophezeiung soll Psyche im Kampf gegen ein Ungeheuer einst zur größten Heldin aller Zeiten werden. Ihr Vater lässt sie in den Kampfkünsten ausbilden, damit sie dieses Schicksal erfüllen kann. Doch Aphrodite gefällt diese Aussicht nicht. Sie ist neidisch und schickt Eros aus, um Psyche mit einem Pfeil zu treffen und so das Begehren in ihr zu wecken. Der Pfeil trifft ihn versehentlich selbst und so entbrennt er in unerfüllten Verlangen nach ihr. Doch die Beziehung wandelt sich und verwandelt sich alsbald in eine unsterbliche Liebe.

Samstag, 29. Januar 2022

Rezension: „Sisi - Kaiserin wider Willen“ von Allison Pataki

Quelle: Aufbau Verlag
„Sisi - Kaiserin wider Willen“ von Allison Pataki ist eine Übersetzung aus dem Amerikanischen und erzählt die Geschichte von Elisabeth von Österreich-Ungarn vom Zeitpunkt ihrer Verlobung mit Franz Joseph bis zur Krönung in Ungarn 1867. 

Ischl, 1853: Helene von Bayern und ihre Schwester Elisabeth reisen zusammen mit ihrer Mutter Ludovika nach Ischl, um den jungen Kaiser Franz Joseph kennenzulernen. Helene soll sich mit ihm verloben, doch es kommt anders. Das ungestüme Wesen Elisabeths, genannt Sisi, nimmt den Kaiser sofort gefangen und so ist sie es, die am Ende heiraten wird. Unvorbereitet in diese Rolle gedrängt, hat sie Schwierigkeiten ihre Pflichten zu erfüllen und sich in den Alltag des Kaiserhofes einzufinden. Auch die politische Lage ist mehr als instabil. Konflikte mit verschiedenen Reichsteilen überschatten die einst aus Liebe geschlossene Ehe von Sisi und Franz Joseph. 

Bei diesem Buch gebe ich zu, wollte ich mal wieder ausprobieren, ob mich diese Art von Geschichten, vielleicht doch überzeugen können. Neben den allgegenwärtigen Familiensagas sind dies gerade die Bücher, die im Histo-Genre erscheinen. Es geht fast ausschließlich um das 19. oder 20. Jahrhundert, gerne mit einer starken Frau im Fokus der Geschichte und auch Sisi ist eine ungewöhnliche Frau mit einer wechselvollen Geschichte. 
Der Schreibstil lässt sich von Anfang an gut lesen und so bin ich recht zügig voran gekommen, auch wenn ich die Kapitel als etwas lang empfand. Wer die Filme kennt, wird sich so manches mal in diese hineinversetzt fühlen. Ein bisschen heile Idylle, mittendrin Sisi, die sich wenig um Konventionen schert, gerne reitet und die Natur liebt. Ein schönes Bild, dass einen in Wohlfühlstimmung versetzt, allerdings auch irgendwie belanglos wirkt. 

Samstag, 11. September 2021

Rezension: „Der verlorene Sohn“ von Olga Grjasnowa

Quelle: aufbau
Olga Grjasnowa erzählt in ihrem Roman „Der verlorene Sohn“ die Geschichte von Jamalludin, der als Sohn des Imams im Krieg der Awaren gegen die Russen als Geisel ausgetauscht wird. 

1839, Akhulgo, Nordkaukasus: Jamalludin ist der Sohn des mächtigen Imams Schamil und als dieser ist er ein wichtiger Pfand im Kaukasischen Krieg , der schon seit Jahrzehnten tobt und viele Opfer fordert. Als Schamil immer mehr bedrängt wird, muss er seinen Sohn als Geisel an die russische Armee übergeben. Was eigentlich nur als Lösung für wenige Tage und Wochen gedacht ist, wird zu Monaten und Jahren, in denen Jamalludin beim Feind aufwächst. Er wird nach St. Petersburg gebracht, genießt dort die beste Bildung und ist bald schon hin- und hergerissen zwischen den glanzvollen Leben im Zarenreich und seinem alten Leben in den kargen Bergen des Nordkaukasus. Was macht es mit einem Kind, wenn es aus seinem gewohnten Umfeld gerissen wird? Und wie findet man seine eigene Identität, wenn dies passiert? 

Dieses Buch ist eine Leseempfehlung von Nadine/Histolicious, dass ich mir dieses Jahr zum Geburtstag habe schenken lassen. Der Klappentext klang interessant und Russland und der Kaukasus sind nicht die typischen Handlungsorte in historischen Romanen. 
Der Schreibstil konnte mich sofort in seinen Bann ziehen. Wir sind ganz nah an Jamalludin dran, dennoch wird die Geschichte nicht von ihm direkt erzählt, sondern wir haben einen allwissenden Erzähler, der uns auch Hintergrundinfos zu seiner Familie und dem Krieg im Kaukasus liefert. Die Geschichte wird sehr ruhig erzählt, ohne große Spannungsmomente und wir sind Zeugen der Ereignisse, bekommen aber zusätzlich etwas von seinen Gedanken und Gefühlen mit. 

Dienstag, 17. August 2021

Monis (Zeit)Reise-Update #49: „Der verlorene Sohn“ von Olga Grjasnowa + „Blood World“ von Chris Mooney

                      

Monis Zeitreise Update

Auf in die nächste Runde Monis Zeit(Reisen)-Update. Ich stelle euch meine aktuelle Lektüre vor, wie weit ich schon gelesen habe, wie ich das Buch bisher finde und warum ich das Buch ausgewählt habe.

Welche Buch lese ich gerade?
Ich lese „Der verlorene Sohn“ von Olga Grjasnowa und bin bei S. 80/383.
Und als Bahnlektüre habe ich "Blood World" von Chris Mooney auserkoren. Hier bin ich bei 12%.

Der verlorene Sohn: „Dicke Schneeflocken fegten über den Schulhof.“ (S. 80)
 
Blood World: „Sebastian crawled along the crowded freeway, listening to the all-news radio station, hoping to learn actual details about the shooting in Brentwood.“ (12%)

Worum geht es in dem Buch?
Der verlorene Sohn: Es geht um einen Krieg im 19. Jahrhundert im Nordkaukasus, der schon seit Jahrzehnten tobt und um einen kleinen Jungen, der als Geisel an den Hof des Zaren in St. Petersburg wechselt. Aufgewachsen ist er in den Bergen des Kaukasus und als Sohn eines Imams. Am russischen Hof lernt er ein vollkommen neues Leben kennen und ist fortan hin- und hergerissen zwischen zwei sehr unterschiedlichen Kulturen und muss versuchen seinen Platz in dieser Welt zu finden.
 
Blood World: Es wurde etwas im Blut gefunden, dass den Alterungsprozess aufhalten kann und ewige Jugend verspricht, doch nicht jeder Mensch trägt diese Besonderheit in sich. Die Schönen und Reichen wollen dieses Wundermittel und so haben sich sogenannte Blutkartelle gebildet. Menschen, die das besondere Blut in sich tragen, werden entführt und auf Blutfarmen gehalten.

Samstag, 21. September 2019

Rezension: „Große Elbstraße 7“ von Wolf Serno

Wolf Serno - Große Elbstraße 7
Quelle: Aufbau Verlag
„Große Elbstraße 7“ von Wolf Serno erzählt die Geschichte der Familie zur Haiden Ende des 19. Jahrhuderts als eine Cholera-Epidemie und Streiks im Hafen Hamburg zum Stillstand gebracht haben. Erschienen ist der Roman im September 2019 im Aufbau-Verlag.

Hamburg, Sommer 1892: Im Gängeviertel und im Hafen erkranken immer mehr Arbeiter. Es ist die Cholera, die Hamburg erfasst, denn die arme Bevölkerung bezieht ihr Wasser direkt aus der Elbe. Lange möchte die Stadt der Wahrheit nicht ins Auge blicken und so kümmert sich nur der junge Arzt Johannes Dreyer um die Patienten. An seiner Seite ist die junge Viktoria zur Haiden, die eigentlich in Lübeck bei einem Lehrerinnenseminar sein sollte. Beide haben sich kurz zuvor ineinander verliebt und so hat sich die junge Arzttochter der gerechten Sache ihres Geliebten angeschlossen. Als die Stadt Hamburg die Augen nicht mehr vor der Wahrheit verschließen kann, werden auch Ärzte aus dem Krankenhaus in Eppendorf in die Krankheitshochburgen geschickt. Unter Ihnen ist Professor Carl Heinrich zu Haiden, der nicht sehr erfreut darüber ist, als er seine Tochter in den ärmsten Vierteln Hamburgs wiederfindet.

Hamburg und Lübeck in einem Klappentext und dann ist es auch noch ein historischer Roman. Da kann ich schlecht Nein sagen, auch wenn sich eine etwas kitschige Liebesgeschichte angedeutet hat. Im letzten Jahr musste ich lernen, dass die Klappentexte manchmal deutlich kitschiger daher kommen als die Geschichte letztendlich ist und an der Historie meiner Heimat bin ich immer interessiert.
Ich bin schnell in die Geschichte reingekommen und habe mich sofort nach Hamburg versetzt gefühlt. Viele Orte und Straßennamen waren mir bekannt und die einfachen, aber eindrücklichen Beschreibungen haben ihr Übriges dazu beigetragen. Der gesamte Roman ist viel von wörtlicher Rede getragen, was typisch für das Genre der Familiensagas zu sein scheint.

Dienstag, 10. September 2019

Gemeinsam Lesen

Gemeinsam lesen ist eine Aktion von schlunzenbücher, die jeden Dienstag stattfindet. Es sollen immer 4 Fragen beantwortet, wobei die letzte Frage jede Woche anders ist. Auch in dieser Woche möchte ich euch natürlich an meiner aktuellen Lektüre teilhaben lassen.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese „Große Elbstraße 7“ von Wolf Serno und bin bei 65%.

2. Wie  lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
„Puttfark krempelte die Hosenbeine hoch und sagte zu Finn:»Nimm lieber nicht zu viel von der Salbe, ich glaube, das Zeug brennt wie Feuer.«“

Dienstag, 3. September 2019

Gemeinsam Lesen

Gemeinsam lesen ist eine Aktion von schlunzenbücher, die jeden Dienstag stattfindet. Es sollen immer 4 Fragen beantwortet, wobei die letzte Frage jede Woche anders ist. Auch in dieser Woche möchte ich euch natürlich an meiner aktuellen Lektüre teilhaben lassen.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese „Große Elbstraße 7“ von Wolf Serno und bin bei 3%.

2. Wie  lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
„Am nächsten Morgen - man schrieb Montag, den fünfzehnten August 1892 - saß Hannes beim Frühstück in Mutter Ohlofs Kneipe, vor sich eine Tasse Kaffee und ein Butterbrot mit Marmelade.“