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Samstag, 29. Januar 2022

Rezension: „Sisi - Kaiserin wider Willen“ von Allison Pataki

Quelle: Aufbau Verlag
„Sisi - Kaiserin wider Willen“ von Allison Pataki ist eine Übersetzung aus dem Amerikanischen und erzählt die Geschichte von Elisabeth von Österreich-Ungarn vom Zeitpunkt ihrer Verlobung mit Franz Joseph bis zur Krönung in Ungarn 1867. 

Ischl, 1853: Helene von Bayern und ihre Schwester Elisabeth reisen zusammen mit ihrer Mutter Ludovika nach Ischl, um den jungen Kaiser Franz Joseph kennenzulernen. Helene soll sich mit ihm verloben, doch es kommt anders. Das ungestüme Wesen Elisabeths, genannt Sisi, nimmt den Kaiser sofort gefangen und so ist sie es, die am Ende heiraten wird. Unvorbereitet in diese Rolle gedrängt, hat sie Schwierigkeiten ihre Pflichten zu erfüllen und sich in den Alltag des Kaiserhofes einzufinden. Auch die politische Lage ist mehr als instabil. Konflikte mit verschiedenen Reichsteilen überschatten die einst aus Liebe geschlossene Ehe von Sisi und Franz Joseph. 

Bei diesem Buch gebe ich zu, wollte ich mal wieder ausprobieren, ob mich diese Art von Geschichten, vielleicht doch überzeugen können. Neben den allgegenwärtigen Familiensagas sind dies gerade die Bücher, die im Histo-Genre erscheinen. Es geht fast ausschließlich um das 19. oder 20. Jahrhundert, gerne mit einer starken Frau im Fokus der Geschichte und auch Sisi ist eine ungewöhnliche Frau mit einer wechselvollen Geschichte. 
Der Schreibstil lässt sich von Anfang an gut lesen und so bin ich recht zügig voran gekommen, auch wenn ich die Kapitel als etwas lang empfand. Wer die Filme kennt, wird sich so manches mal in diese hineinversetzt fühlen. Ein bisschen heile Idylle, mittendrin Sisi, die sich wenig um Konventionen schert, gerne reitet und die Natur liebt. Ein schönes Bild, dass einen in Wohlfühlstimmung versetzt, allerdings auch irgendwie belanglos wirkt.