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Quelle: Farrar, Straus and Giroux |
Der Kampf auf Sharr ist beendet und den Arz, einen dunklen mystischen Wald, gibt es nicht mehr. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Altair ist Gefanger des Lion of the Night und die Gruppe rund um Nasir und Zafira macht sich auf den Weg, um die Herzen der Sisters of the Old an ihren rechtmäßigen Platz zu bringen, damit es wieder Magie in Arawiya gibt. Auf ihrem Weg werden Nasir und Zafira auf Probe gestellt. Zafira ist an den Jawarat, ein Buch, gebunden und hört Stimmen. Sie muss Acht geben, dass das Chaos nicht die Oberhand gewinnt. Nasir war die letzten Jahre der Prince of Death und hat den Tod zu vielen Menschen gebracht. Eine dunkle Macht schlummert in ihm und er muss lernen diese zu beherrschen.
Was für ein Buch und was für eine Reihe. Dies ist ein Buch, dass erst so richtig an Kraft gewinnt, je mehr man es auf sich wirken lässt und darüber nachdenkt. Das mag ein wenig anstrengend klingen, aber es lohnt sich.
Das Buch lässt sich insgesamt gut lesen, auch wenn der Wortschatz nicht ganz einfach ist und ich erst wieder ein Gefühl für die eingestreuten arabischen Begriffe entwickeln musste. Die Autorin spielt mit der Sprache und den Bedeutungen von Worten. Leider gibt es die Reihe derzeit nur auf englisch und auch ein Glossar fehlt im Buch, dies gibt es allerdings im Internet und dort werden die wichtigsten Ausdrücke und Begriffe erklärt.
Die Welt von Arawiya konnte ich mir sehr gut vorstellen. Die Reihe ist am alten Arabien angelehnt und ich finde, das merkt man auch, insbesondere bei den Wesen, die im Buch vorkommen. Es gibt Si‘lah, Mariden und Ifriten, die ich alle schon in den Büchern von Akram El-Bahay kennengelernt habe, die hier allerdings auch ein wenig anders sind und neue Facetten dazu gewinnen. Es gibt einen Sultan, es gibt Minarette, es werden Scimitar und Jambiya genutzt und noch einiges mehr. Ich hatte ein wahres Kopfkino und könnte mir die Reihe auch sehr gut als Film vorstellen. Es ist ganz eindeutig Fantasy, aber die Welt wirkte dennoch sehr real auf mich.