Samstag, 23. Januar 2021

Rezension: „We Hunt the Flame“ von Hafsah Faizal

Quelle: Farrar, Straus & Girous
„We Hunt the Flame“ ist der Debütroman von Hafsah Faizal und der erste Teil einer Dulogie, in der es um ein Reich geht, deren Magie wiederhergestellt werden soll. Erschienen ist der Roman im Mai 2019 bei Farrar, Straus and Giroux. Der Roman wurde in mehrere Sprachen übersetzt. Deutsch ist bisher nicht darunter. 

Zafira ist der Jäger, der im Arz, einem verwunschenen Wald jagt. Ihre Identität darf nicht ans Licht kommen, denn eine Frau kann keine wichtige Rolle in dem Kalifat inne haben, in dem sie lebt. Nasir ist der Prinz des Todes, der alle tötet, die an der Herrschaft des Sultans, seines Vaters zweifeln. Mitgefühl darf er nicht zeigen, denn die Strafe dafür folgt sofort. 
Der verwunschene Wald kommt mit jedem Tag näher und droht Arawiya vollkommen zu verschlingen. Eine Aufforderung an einer Suche teilzunehmen erreicht Zafira: Sie soll etwas finden, dass die Magie im Reich wiederherstellen kann. Gleichzeitig entsendet der Sultan Nasir: Er soll den Jäger töten, nachdem dieser das Artefakt gefunden hat. Eine Reise auf eine Insel voller Gefahren beginnt und stellt sowohl Nasir als auch Zafira vor einige Herausforderungen, die beide so nicht erwartet haben. 

Dieses Buch habe ich ganz klassisch in einem Buchladen entdeckt, auf der Suche nach neuen Geschichten, die mich hoffentlich begeistern können. Beim Stöbern im englischsprachigen Regal, bin ich an dem tollen Cover dieses Romanes hängen geblieben und auch der Klappentext klang nach einem Abenteuer, das mich mit seiner Anlehnung an das alte Arabien möglicherweise begeistern kann. 
Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Man kann sich Arawiya und seine unterschiedlichen Kalifate gut vorstellen, es hatte allerdings nicht ganz den Zauber, wie ich ihn beispielsweise von Akram El-Bahay gewohnt bin. 
Die Geschichte beginnt ruhig. Wir lernen die Welt kennen und an welchem Punkt im Leben sich die Protagonisten befinden als sie auf die Reise geschickt werden, um das Artefakt zu finden. Nachdem die Grundlage geschaffen wurde, nimmt die Erzählung an Fahrt auf und steigert sich kontinuierlich bis zum Schluss. 
Der Roman wird hierbei abwechselnd aus der Sicht von Zafira und Nasir erzählt. Über diese beiden Personen erfährt man daher am meisten, denn wir sind bei ihren Gedanken dabei. Wir erfahren welche Ereignisse sie geformt haben und die Probleme, mit denen sie zu kämpfen haben. Für beide wird die Suche nach dem Artefakt auch zu einer persönlichen Reise, bei der sie mehr über sich selbst erfahren sollen. Ich habe die Geschichte der beiden gerne verfolgt, aber ich habe nicht total mitgefiebert. 
Das Buch hat tolle Nebencharaktere, die alle mit ihren eigenen Geheimnissen auf die Insel kommen. Am besten Gefallen hat mir glaube ich Altair, weil er jemand ist, der durchaus realistisch ist, aber trotzdem immer einen flotten Spruch parat hat, der einen zum Schmunzeln bringt. Benyamin bringt seine Weisheit und eine gewisse Wärme mit und Kifah ist eine starke Kämpferin, die sich ihrer Fähigkeiten bewusst ist, aber die Welt allgemein ein wenig zu negativ betrachtet. 
Ich mochte die Welt, die Hafsah Faizal in diesem Roman erschaffen hat, sehr gerne. Es ist keine extrem fantastische Welt, sondern eine, die sich auf den ersten Blick recht normal anfühlt. Ich mag es, wenn eine Welt glaubhaft wirkt und wohlgesetzte fantastische Elemente hat. Was zur arabischen Mythologie gehört und was nicht, kann ich eher weniger einschätzen. Mir kamen einige Begriffe wie habibi bekannt vor und aus der Reihe von Akram El-Bahay kenne ich Ifriten. Nicht alles wird immer sofort erklärt, was mir das Lesen manchmal etwas schwer gemacht hat. Im Buch selber gibt es kein Glossar, aber ich habe später eines auf der Webseite zum Buch gefunden. Ein bisschen arabisch zu können und sich allgemein in der arabischen Mythologie auszukennen, kann also nicht schaden, wenn man dieses Buch lesen möchte. 
Die Autorin hat einen guten Endpunkt für den ersten Teil gewählt. Es ist kein Cliffhanger. Die Geschichte rund um die Suche des Artefakts wurde zu einem runden Ende geführt und es wurde ein spannender Ausgangspunkt für den Finalband geschaffen. Gerade zum Schluss wurde es sehr spannend und es gab noch einige Enthüllungen, die weiter erforscht werden wollen. 

Fazit: Eine spannende Geschichte mit einem tollen Setting, das ans alte Arabien angelehnt ist, und gut gesetzten fantastischen Elementen. Es konnte mich nicht vollends in seinen Bann ziehen, aber ich bin auf jeden Fall neugierig genug, um auch noch den zweiten Teil zu lesen. Empfehlenswert für alle, die Fantasyromane mit arabischem Setting mögen und sich gerne in andere Welten entführen lassen.
 
Weitere Meinungen zum Buch findet ihr hier:
 

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Titel: We Hunt the Flame
Verlag:Farrar, Straus & Girous
Autor: Hafsah Faizal
Reihe: Sands of Arawiya #1
Erscheinungsdatum: 12.01.2020
ISBN: 9781250250797

Kommentare:

  1. Huhu :)
    Freut mich, dass dir das Buch gefallen hat :) Der Schreibstil der Autorin ist eines meiner liebsten Dinge an dem Buch. Und meiner Meinung nach war der zweite Teil besser, deshalb hoffe ich, dass er dir ebenso gut gefällt wie mir :)
    Liebste Grüße
    Kat

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    1. Hey Kat,

      Dann bin ich schon sehr gespannt auf den zweiten Teil. Dauert leider noch bis es bei mir ankommt, denn ich habe es als Taschenbuch bestellt.

      LG, Moni

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