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Quelle: Lübbe |
Kaiser Ludwig, Sohn des berühmten Karl des Großen, regelt seine Nachfolge früh. Er möchte Sicherheit für sein Reich schaffen und so ernennt er seinen erstgeborenen Sohn Lothar zum Mitkaiser und stattet auch seine anderen Söhne mit großen Ländereien aus. Sie sollen lernen, was es heißt ein Reich zu führen, doch schnell stellt sich heraus, dass gerade Ludwig und Lothar unterschiedliche Vorstellungen haben. Während der Vater sich dem Frieden verschrieben hat und Konflikte entsprechend ohne Gewalt lösen möchte, setzt der Sohn auf Konfrontation und Demonstration von Stärke. Als die Kaiserin stirbt und Ludwig erneut heiratet und sich ausgerechnet die Frau aussucht, auf die auch sein Sohn ein Auge geworfen hat, eskalieren die Streitigkeiten endgültig. Eine wechselvolle Zeit beginnt, die den Fortbestand des Reiches Karl des Großen ernsthaft bedroht.
Seit ich Ende letzten Jahres von diesem Buch gehört habe, war die Vorfreude groß. Ein echter Mittelalterschmöker und das mit ganzen 800 Seiten. Die Bücher, die ich lese, sind mittlerweile meist kürzer und dennoch habe ich mich darauf gefreut, einen Roman zu lesen, der die Entwicklungen über einen längeren Zeitraum verfolgt.
Es geht ins Karolingerreich und die Zeit nach Karl dem Großen. Ich war von Anfang an in der Geschichte drin und bin den Ereignissen gerne gefolgt. Der Schreibstil hat mir gefallen und ein zügiges Lesen gefördert. Die Ereignisse im Buch konnte ich mir gut vorstellen
Das Buch ist in mehrere Abschnitte unterteilt, die thematisch einen eigenen Fokus haben. Trotz des langen Zeitraumes der Geschichte hat der Autor es geschafft eine durchgehende Geschichte zu erzählen. Durch unterschiedliche Perspektiven ist es möglich einen umfassenden Einblick in die Ereignisse zu bekommen. Der Autor hat sich hier weitesgehend auf die wichtigsten Entwicklungen konzentriert.