Freitag, 23. März 2018

Monis Zeitreise: Fremde Länder

Monis Zeitreise - Fremde Länder

Hallo zusammen,
heute entführe ich euch zum zweiten Mal auf „Monis Zeitreise“. In dieser Kategorie auf meinem Blog stelle ich euch mehrere Romane zu einem bestimmten Thema vor. Dieses Mal soll es an eher ungewöhnliche Orte für historische Romane gehen. Historische Romane, die in England, Frankreich oder Deutschland spielen gibt es zu hauf, aber Rumänien, Israel oder auch Russland sind eher selten.
Viel Spaß mit meinen drei Buchempfehlungen. Die ausführlichen Rezensionen findet ihr nach jeder Kurzvorstellung.

Das dunkle Herz der Welt von Liliana Le Hingrat
Quelle: Droemer-Knaur
In „Das dunkle Herz der Welt“ entführt uns die Autorin Liliana Le Hingrat ins Rumänien des 15. Jahrhunderts. Nicht nur der Schauplatz ist ungewöhnlich, sondern auch die Person um die es geht: Vlad Draculea, der als Vorbild für Bram Stokers Dracula gilt. Durch seine brutalen Foltermethoden mit dem Beinamen „Der Pfähler“ in die Geschichte eingegangen, ist dieser historische Roman eher nicht so sehr für zartbesaitete Leser geeignet. 
In diesem Roman erleben wir die jungen Jahre von Vlad Draculea in Gefangenschaft am osmanischen Hof. Dementsprechend erfährt man auch viel über die osmanischen Foltermethoden und Strafen im 15. Jahrhundert. Darüber hinaus verfolgen wir auch das Geschehen in der Walachei an der Seite seines Vaters. In diesem geografischen Gebiet lag auch Siebenbürgen/Transilvanien. Die Städte hatten dort deutsche Namen. Die Personen haben größtenteils wirklich gelebt, was diesen Roman umso authentischer und empfehlenswerter macht.


Weiße Nächte, weites Land von Martina Sahler
Quelle: Droemer-Knaur
„Weiße Nächte, weites Land“ von Martina Sahler entführt uns nach Russland. An der Seite von deutschen Auswanderern erleben wir den beschwerlichen Weg in die Gegend rund um das heutige Saratov und die ersten kargen Jahre in der russischen Einöde.
Die Aussiedler wurden von den großen Versprechungen Katharinas der Großen gelockt und wollten dem Elend ihrer Heimat mit der Hoffnung auf ein besseres Leben entfliehen. Ein Roman, der etwas verhalten startete, der mich mit der Zeit aber immer mehr einnehmen konnte. Die Geschichte lebt von den Personen und den Schicksalen, die in ihr vorkommen. Diese sind breitgefächert und konnten mich so manches Mal überraschen. Auch wenn die Geschichte an sich fiktiv ist, so wurde doch gut recherchiert, um die Umstände der Auswanderung, die Strapazen der Reise und den Aufbau der Kolonien beispielhaft schildern zu können.


Die Königin des Himmelreichs von Cecile Barton
Quelle: Amazon Publishing
Der letzte Roman, den ich euch vorstellen möchte, entführt uns in das Land der Kreuzfahrer – Jerusalem. In „Die Königin des Himmelreichs“ von Cecile Barton lernen wir das Leben von Königin Melisende von Jerusalem kennen.
Eine ungewöhnliche Frau, denn ihr Vater hat ihr das Handwerkszeug zum Regieren mitgegeben. Hiermit waren nicht alle einverstanden und so hatte Melisende viele mächtige Feinde, gegen die sie sich durchsetzen musste. In einem Land, in dem alle großen Weltreligionen aufeinandertreffen, ist auch in dieser Hinsicht viel Konfliktpotenzial vorhanden. Man erfährt einiges über die Gepflogenheiten und Bräuche der verschiedenen Religionen zu jener Zeit. Gerne hätte ich in einem ausführlicheren Nachwort noch mehr über die Hintergründe und auch die Trennung von Wahrheit und Fiktion erfahren. Insgesamt hat mir dieser Roman aber ganz gut gefallen und daher empfehle ich ihn auch gerne weiter.