Montag, 21. November 2016

Nun heißt es Abschied nehmen von den Cliftons und Barringtons

Jeffrey Archer - This was a man
Quelle: Macmillan/St. Martin's Press
„This Was a Man“ von Jeffrey Archer ist der finale Teil der Clifton Chronicles und auch diesmal geht es um das Leben der Familie Barrington und Clifton. Erschienen ist der Roman im St. Martin’s Press Verlag im November 2016. Ein deutscher Titel steht auch schon fest: Winter eines Lebens. Januar 2018 wird das Buch im Heyne-Verlag erscheinen.

Ein letztes Mal begleiten wir das Leben der Familie Barrington und Clifton und schauen was dieses für beiden Familien noch bereit hält.
Giles erfährt die Wahrheit über seine Frau Karin Brandt. Harry ist weiterhin ein erfolgreicher Autor und Emmas Karriere erfährt ein weiteres Hoch als sie von Margaret Thatcher in die Politik berufen wird. Sebastian Clifton steigt noch weiter in der Bank auf und muss so einige Unwägbarkeiten meistern und Lady Virginia Fenwick droht die endgültige Pleite.

Nun habe ich tatsächlich den 7. und letzten Teil der Clifton Chronicles beendet und es fällt mir schwer eine Rezension zu diesem Buch zu schreiben, ohne zu sehr zu spoilern. Denn auch diesmal ist es wieder so, dass das Buch von den Charakteren getragen wird.
Der Erzählstil konnte mich diesmal hingegen nicht so ganz mitnehmen. Manche Dinge wurden mir zu schnell abgearbeitet, denn in diesem letzten Teil werden natürlich auch einige offene Fragen geklärt. Das wirkte mir zwischendurch ein wenig zu lieblos.
Gut eingearbeitet fand ich die historischen Ereignisse wie z.B. der Fall der Mauer und auch das Ende konnte mich emotional überzeugen. Geschickt ist es dem Autor gelungen das ganze Buch über Ängste zu schüren und dann das Ende doch etwas anders als erwartet zu gestalten.
Beeindruckt war ich wieder einmal vom Einfallsreichtum von Lady Virginia Fenwick. In den letzten beiden Bänden hat sich das Bild von ihr doch sehr gewandelt. Ich bin weit davon entfernt sie zu mögen, aber man verfolgt auch ihre Geschichte gespannt und fragt sich, was Lady Virginia noch so alles in Kauf nimmt, um an Geld zu kommen.
Jessica konnte mich auch wieder für sich einnehmen, auch wenn sie in diesem Teil nicht immer alles richtig macht und durch die harte Schule des Erwachsenwerdens geht. Dennoch mag ich ihre Art immer an alles zu denken und so das Leben für die Menschen in ihrer Umgebung leichter zu machen und ihr einzigartiges künstlerisches Talent sorgt dafür, dass wichtige Ereignisse für die Ewigkeit eingefangen werden.
Sehr gefallen hat mir auch die weitere Entwicklung von Emma. Sie geht in die Politik und trifft dort natürlich auch auf ihren eigenen Bruder Giles. Die Schlagabtausche der Beiden haben mir sehr gut gefallen. Und was für eine tolle Liebesgeschichte sie mit Harry verbindet. Sie haben sich als Kinder kennen gelernt und sind im letzten Teil schon sehr lange zusammen.
Insgesamt hat mich diese Reihe einfach auf eine tolle Reise mit vielen wunderbaren Charakteren mitgenommen und ich habe die Geschichte sehr gerne mitverfolgt.

Fazit: Eine Familiensaga, die man unbedingt gelesen haben sollte. Es war mit kleinen Abstrichen ein würdiger Abschluss für die Reihe, dem ich 4 Sterne gebe.

1 Kommentar:

  1. Liebe Moni,

    deine Rezension ist wirklich sehr schön geschrieben. Ich muss leider gestehen noch nie etwas von Jeffrey Archer gelesen zu haben, obwohl ich Familiensagas durchaus ansprechend finde.

    Du hast mich ein kleines bisschen neugieriger gemacht ;-).

    Liebe Grüße

    Nisnis

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