Dienstag, 22. November 2022

Monis (Zeit)Reise-Update #107: „Das Grand Hotel - Die nach den Sternen greifen“ von Caren Benedikt

                         

Monis Zeitreise Update

Auf in die nächste Runde Monis Zeit(Reisen)-Update. Ich stelle euch meine aktuelle Lektüre vor, wie weit ich schon gelesen habe, wie ich das Buch bisher finde und warum ich das Buch ausgewählt habe.

Welche Buch lese ich gerade?
Ich lese „Das Grand Hotel - Die nach den Sternen greifen“ von Caren Benedikt und bin auf Seite 43/528.

„Was für ein zauberhaftes Kleid, Baronin.“ (S. 43)

Worum geht es in dem Buch?
Es geht um das Grandhotel in Binz auf Rügen in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. Bernadette von Plesow ist Inhaberin des Hotels und hat sich ein Leben in der Welt der Reichen und Schönen aufgebaut. Sie hat 3 Kinder, die alle sehr unterschiedlich sind. Alexander soll einmal das Grandhotel erben, ihre Tochter Josephine ist eine Künstlerin durch und durch und ihr jüngster Sohn hat ein Hotel und ein Variete-Theater in Berlin aufgemacht. Alles könnte besser nicht sein, doch dann taucht ein Mann auf, der Bernadette bedroht und ihr dunkelstes Geheimnis offenbaren will.

Wie gefällt es mir bisher?
Es ist wie so eine Soap Opera aus dem Vorabend-Programm, bisher kenne ich allerdings nur die sehr unsympathischen Protagonisten. Kennt ihr noch „Verbotene Liebe“ in der ARD? Bernadette von Plesow ist so wie Clarissa von Anstetten. Also wenn da nicht noch was anderes ist, dann wird ihr dunkelstes Geheimnis bereits im Prolog offenbart: Sie ist in einer armen Familie aufgewachsen. Leute, die nicht ihrem jetzigen Stand angehören, behandelt sie von oben herab, ihr Lebensziel war schön und reich sein. Ja, sie ist auch zur Geschäftsfrau geworden, die ihre Mitarbeiter kennt und viel arbeitet. Immerhin leitet sie das Hotel ja auch mit einem gewissen Erfolg, aber ich kann irgendwie dennoch kein wirklich gutes Haar an sie lassen. Sie ist mir hochgradig unsympathisch, genauso wie ihr jüngster Sohn, der auch ein Hotel führt, aber das mit dem Gesetz sicher nicht sehr genau nimmt, Leute schmiert, Sexarbeiterinnen beschäftigt und seine Artisten bis zum umfallen schindet und dem es auch nichts ausmacht, wenn die sich zu Tode koksen.

Warum wollte ich das Buch unbedingt lesen?
Ich dachte für 3,99 als Mängelexemplar kann man es mal versuchen. Viele, denen ich folge waren sehr begeistert von der Reihe und die Autorin versteht es sehr gut, Charaktere sehr lebhaft zu beschreiben. So ist das auch hier. Die beiden sollen wahrscheinlich wirklich nicht sympathisch sein, aber man soll einen gewissen Respekt dafür haben, was sie erreicht haben. Ich weiß halt noch nicht, ob ich ein Buch wirklich genießen kann, in dem es, zumindest bisher, keine Person gibt, die ich leiden kann.

Rezensionen zu bisher gelesenen Büchern:
Ellin Carsta ist ein weiteres Pseudonym der Autorin Petra Mattfeldt.