Freitag, 29. November 2019

Monis Zeitreise: Historische Lieblingsreihen

Monis Zeitreise - Historische Lieblingsreihen

Es wird mal wieder Zeit für eine Zeitreise. Zum Ende des Jahres soll es um meine liebsten historischen Reihen gehen. Hier gibt es so einige, aber ich möchte euch nur drei davon nennen und etwas näher vorstellen.

Quelle: Lübbe
Neben der Waringham-Reihe von Rebecca Gablé hat mir auch die Reihe um die Familie Helmsby sehr gut gefallen. Diese Reihen habe ich noch vor meiner Bloggerzeit gelesen, daher muss ich mich hierbei auf mein Gedächtnis verlassen und kann euch keine Rezensionen verlinken. Die Reihe besteht aus den Büchern „Das zweite Königreich“ und „Hiobs Brüder“. 
Bei „Das zweite Königreich“ geht es um die Eroberung Englands durch William, den Eroberer. Caedmon of Helmsby gerät zwischen die Fronten, da er sowohl in England als auch in der Normandie gelebt hat und somit beide Sprachen spricht. Eine nicht ganz einfach Rolle, denn William konnte sehr grausam sein.
„Hiobs Brüder“ spielt 80 Jahre später und hat ein vollkommen anderes Thema. Dieses Buch hat mich mit der Zusammensetzung seiner Protagonisten sehr begeistert, die eher ungewöhnlich ist für einen historischen Roman. Im Mittelpunkt stehen ein Fallsüchtiger, jemand mit Gedächtnisverlust, eine Person mit Trisomie 21, siamesische Zwillinge, jemand mit Wahnvorstellungen und jemand, der sich für einen Heiligen hält oder es ist. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir auch der Bösewicht dieses Buches: Rémy. Dieser wurde zurecht weggesperrt. Als sich eine Möglichkeit zur Flucht ergibt, kann sich Alan of Helmsby nicht dazu durchringen, ihn zurück- und somit dem Tod zu überlassen und so nehmen sie auch ihn mit. Eine Person, die wirklich schreckliche Taten vollbracht hat. Man verabscheut ihn für seine Taten, aber er ist so ambivalent gelungen, dass er dennoch seinen Wert für die Geschichte hat und man gespannt die Begegnungen mit ihm verfolgt.

Quelle: Goldmann
Die nächste Reihe, die ich euch vorstellen möchte, ist die Fleury-Saga von Daniel Wolf. Hier geht es um eine Kaufmanns-Familie, die wir in den Büchern über mehrere Generationen vom 12. bis zum 14. Jahrhundert verfolgen. Dabei erleben wir die Entwicklung der fiktiven Stadt Varennes-Saint-Jacques, die zu Beginn der Reihe eine noch unbedeutende Ortschaft ist, die sich im Laufe der Zeit, aber zu einer blühenden Handelsstadt mit großen Märkten und Messen entwickelt. Nicht jeder in der Familie Fleury entwickelt ein Händchen für das Kaufmannsgeschäft und so gibt es über die Jahre einen Buchmaler, jemanden, der eher fürs Kämpfen gemacht ist oder auch einen Arzt. In jedem Buch werden wichtige Themen angesprochen. I, ersten Teil geht es um den Aufstieg der Familie Fleury zu einer Bürgersfamilie, im zweiten Teil spielt die Zugänglichmachung von Bildung für alle Schichten eine große Rolle, im dritten Teil erleben wir die Gefahren einer Handelsfahrt, die bis zu den Rus führt und im vierten Teil spielt die Pest sowie Judenhass eine große Rolle. Alle Bände bieten Kopfkino vom Feinsten und eine gute Recherche und lassen einen Geschichte auf unterhaltsame Weise erleben.

Das Licht der Welt (Fleury 2)
Das Gold des Meeres (Fleury 3)
Die Gabe des Himmels (Fleury 4) 

Quelle: Goldmann
Die letzte Reihe, die ich euch vorstellen möchte, ist die Geraldines-Reihe von Sabrina Qunaj, die im Wales des 12. Jahrhunderts spielt und in dessen Mittelpunkt das Geschlecht der Geraldines steht. Insgesamt sind in dieser Reihe 4 Bücher erschienen. Allen gemein ist, dass starke Frauen eine wichtige Rolle spielen, auch wenn im 3. Teil tatsächlich mal ein Mann der Hauptcharakter ist. Die Autorin benutzt für ihre Romane überwiegend historisch verbürgte Personen. Sie hat dennoch genügend Freiheiten, da es bei den Überlieferungen über die Hauptpersonen meist große Lücken gibt, so dass sie deren Geschichte geschickt mit der Historie der Zeit verbinden kann. Mit Wales und Irland hat die Autorin interessante Schauplätze ausgewählt, die einiges an Konfliktpotenzial mit sich bringen. Die ursprünglichen Völker beider Länder gelten eher als rau und barbarisch, was in Teilen auch zutrifft. Zuweilen überraschen einen diese Völker allerdings auch mit aus unserer Sicht eher fortschrittlichen Ansichten. Für die schwer auszusprechenden walisischen und irischen Namen gibt es am Anfang jeden Buches einen Leitfaden zur Aussprache, den ich hilfreich und interessant finde. Die Liebe nimmt in allen Teilen einen wichtigen, aber nicht überbordenden Platz ein. Der Autorin ist in allen Teilen einer guter Mix gelungen, so dass jede geschichtsbegeisterte Person diese Reihe lesen kann.

Das Blut der Rebellin (Geraldines 2)
Der Ritter der Könige (Geraldines 3)
Die fremde Prinzessin (Geraldines 4) 

Ich hoffe, auch diesmal hat euch meine Zeitreise gefallen. Ich würde mich sehr über Kommentare von euch freuen. Habt ihr schon eine dieser Reihen gelesen? Wenn ja, wie fandet ihr diese? Sind euch die Autoren bekannt oder eher nicht? Bei Rebecca Gablé gehe ich tatsächlich davon aus, dass diesen Namen jeder schon einmal gehört hat. Bei Sabrina Qunaj und Daniel Wolf hingegen bin ich mir nicht ganz so sicher.