Samstag, 3. Juni 2017

Rezension: "The Stars, Like Dust/Sterne wie Staub" von Isaac Asimov

Isaac Asimov - The Stars, Like Dust
Quelle: Heyne
"The Stars, Like Dust" von Isaac Asimov ist der erste Roman aus der Imperium-Trilogie und ist erstmals 1951 erschienen. Heyne hat den Roman 2015 unter dem Titel "Sterne wie Staub" erneut auf deutsch veröffentlicht.

Biron Farrill ist kurz davor sein Studium auf der Erde abzuschließen als er von Sander Jonti vor einem Attentat auf sein Leben gerettet wird. Hierbei erfährt er, dass sein Vater von den Tyranni, die über 50 Welten herrschen, als Verräter verurteilt und getötet worden ist. Von Sander Jonti nach Rhodia geschickt, kommt er auf die Spur einer Welt, die die Herrschaft der Tyranni brechen will. Auf Rhodia angekommen, gerät er in eine erneute Verschwörung, kann jedoch fliehen und macht sich auf den Weg, die Rebellen-Welt zu finden.

Diesen Roman von Isaac Asimov würde ich als typischen Science-Fiction Roman bezeichnen. Zumindest stelle ich mir diese ungefähr so vor. Man reist durchs Weltall zu anderen Planeten, es wurde eine Möglichkeit gefunden, große Distanzen im Weltall zu überbrücken (immerhin kann man ja nicht schneller als Lichtgeschwindigkeit reisen) und es gibt ein Imperium, das man bekämpfen kann/muss. Ein bisschen hat es mich tatsächlich auch an Star Wars erinnert, auch wenn es hier keine Lichtschwerter gibt.
Der Schreibstil war wie immer gut zu lesen, auch wenn es aufgrund der mehr oder weniger wissenschaftlichen Erklärungen nicht immer ganz einfach war der Geschichte zu folgen. Man muss auch immer ein bisschen sein Gehirn bei Romanen von Asimov anstrengen, um alles mehr oder weniger nachverfolgen zu können. Dennoch finde ich die Welt, die der Autor erschaffen hat, sehr interessant. An dieser Stelle sei nochmals erwähnt, dass der Roman bereits 1951 erschienen ist, dennoch finde ich, dass die Geschichte alles andere als angestaubt wirkt, sondern immer noch futuristisch.
Mir haben die Roboter in diesem Roman allerdings sehr gefehlt, muss ich zugeben, und auch Asimovs Humor scheint in diesem Roman nicht wirklich durch. Es war eine ernstere Geschichte rund um eine Verschwörung, die so manch eine überraschende Wendung zu bieten hat.
Trotz der ein oder anderen Schwäche hat mich der Roman dennoch gut unterhalten. Froh stimmt mich auf jeden Fall, dass in den weiteren Romanen auch R. Daneel wieder auftauchen wird, wenn auch unter anderem Namen. Ich bin sehr gespannt, wie er die Geschichte aufmischen wird und dies ist auch ein wichtiger Grund weswegen ich den Foundation-Zyklus weiter verfolgen werde.

Fazit: Eine solide Geschichte, die zwar nicht unbedingt die großen Stärken Asimovs hervorhebt, aber durchaus einen interessanten Einstieg in den Foundation-Zyklus bietet. Wenn ihr euch an Asimov heranwagen wollt, würde ich aber immer noch die Roboter-Kurzgeschichten empfehlen. Für „The Stars, Like Dust“ gibt es 3 Sterne von mir.

Hier findet ihr meine lovelybooks-Rezensionen zu anderen Büchern von Asimov:

Kommentare:

  1. Wie gut, dass die Roboter-Geschichten schon bei mir wohnen. Jetzt muss ich sie nur noch lesen.

    Ich habe 1983 (ja, die Jahreszahl stimmt so, das ist kein Vertipper) zwei Bücher von Asimov gelesen mit den Titeln "Die nackte Sonne" und "Der Mann von drüben". Da kam ein R. Daniel vor und ich habe den Verdacht, dass es sich um einen eingedeutschten R. Daneel handelt. Das wäre super, denn mir war nicht bewusst, dass es noch mehr Geschichten mit ihm gibt (auch wenn er dann anders heißt). Die beiden Romane mit R. Daniel und seinem menschlichen Detektiv-Partner Tom Baley habe ich nämlich in sehr guter Erinnerung, auch wenn's lang her ist.
    Jetzt hast Du mir wieder Appetit gemacht auf die Asimov-Geschichten!

    Liebe Grüße
    Gabi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey Gabi,

      Zu "Die nackte Sonne" habe ich nur keine Rezi geschrieben. Das ist der 2. Teil und gehört zwischen "Die Stahlhöhlen" und "Aurora/Der Aufbruch zu den Sternen". Der Mann von drüben sagt mir so jetzt nichts, da ich die Bücher auf englisch lese...Könnte aber sein, dass das Die Stahlhöhlen sind. In der Neuauflage wurden einige Titel umbenannt.
      R. Daniel ist sicherlich R. Daneel und wenn dir die beiden gefallen haben, wirst du sicher auch die ein oder andere gute Geschichte bei den Roboter-Geschichten finden. Mir haben am besten die Geschichten mit Donavan und Powell gefallen. Irgendwie gruselig, aber irgendwie auch sehr lustig.

      Viel Spaß mit Isaac Asimov!
      LG, Moni

      Löschen
    2. Ich hab die Bücher ja noch hier und hab mal schnell nachgesehen. Der Originaltitel des Mannes von drüben ist "The Caves of Steel", also dann ganz sicher eine andere Ausgabe der "Stahlhöhlen". Das waren Ausgaben des Bertelsmann-Clubs, die wohl eigene Titel verwendet haben. Da fehlt mir dann also noch "Aurora/Der Aufbruch zu den Sternen".

      Ich leg mir mal die Roboter-Geschichten auf den Nachttisch, da kann ich dann jeden Abend eine lesen :-)

      LG Gabi

      Löschen
    3. Die Bücher sind eben auch schon recht "alt". Bei den Roboter-Geschichten wurden zwischen 1939 und 1977 geschrieben. Es ist echt der Wahnsinn wie modern diese Geschichten dennoch wirken.

      LG, Moni

      Löschen
  2. Hi Moni,

    ich muss gestehen, ich hatte bisher noch nichts von dem Autor gehört und werde mir nun auf jeden Fall mal die Roborter Geschichten näher ansehen.

    Vielen Dank dafür, dass du auf den Autor aufmerksam gemacht hast.

    Ich wünsche Dir noch ein schönes langes Wochenende!

    Liebe Grüße
    Bella

    #litnetzwerk

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Da musste ich jetzt erst nochmal auf deinen Blog gucken. Ein bisschen Science-Fiction ist da ja durchaus zu finden. Asimov war der erste Autor, der mir da beim Suchen nach Science-Fiction Büchern begegnet ist, da er in diesem Genre, soweit ich weiß, zu den bekanntesten Autoren gehört. Ich war allerdings auch überrascht, dass ich einige seiner Geschichten schon kannte. Es gibt eine Verfilmung zu dem 200jähringen mit Robin Williams und I, Robot wurde auch verfillmt allerdings hat bei letzterem der Film mit der Buchvorlage nicht viel gemein. Es wurden quasi nur die Ideen aus dem Buch genommen und das dann in einer neuen Geschichte verpackt.
      Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Spaß mit Asimov und hoffe, dass es dir gefallen wird.

      LG, Moni

      Löschen
  3. Hi Moni, danke für diesen Buchtipp und auch den Hinweis, mit welchen Werken von Asimov man doch eher starten sollte. Ich wollte schon lange mal zu einem Buch von dem Autor greifen, und nun weiß ich auch, womit ich vielleicht lieber beginnen sollte :-)

    AntwortenLöschen