Donnerstag, 25. Mai 2017

Rezension: "Von Bitterweg. Das Duneburg Debakel" von Platti Lorenz

Platti Lorenz - Von Bitterweg. Das DuneburgDebakel
Quelle: Stichblatt Verlag
"Von Bitterweg. Das Duneburg Debakel" von Platti Lorentz ist ein Roman, den man nur schwer einordnen kann. Erschienen ist der Roman erstmals 2014 bei neobooks. Anfang 2017 hat die Autorin den Stichblatt-Verlag gegründet und die Neuauflage ihres ersten Romanes veröffentlicht.

Aiden Wirket ist ein Kopfgeldjäger aus Dormizien, der seine Heimat verlässt und auf seiner Reise über Kentwood in Duneburg landet. Eine Stadt, die davon geprägt ist, dass die Menschen nur wenig arbeiten und ansonsten ihr Leben der Huldigung ihres Glaubens widmen. Irgendwas ist merkwürdig an dieser Stadt und so macht sich Aiden auf das Geheimnis der Stadt zu lüften.

Ich finde es wirklich schwierig diesen Roman einem bestimmten Genre zuzuordnen. Die Autorin bewirbt den Roman als Fantasy für Freigeister und ich denke das passt auch ganz gut. Dies ist der erste Teil einer Trilogie. Dennoch hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte in diesem Buch in sich abgeschlossen ist und im nächsten Teil ein neues Abenteuer auf Aiden Wirket wartet.
Der Schreibstil lässt sich gut und flüssig lesen, so dass man recht schnell vorankommt. Die Handlung der Geschichte hat mich allerdings anfangs sehr verwirrt. Im Verlauf der Geschichte wird dies besser, auch wenn dieser Effekt nicht ganz weg geht. Dies ist sicher auch der Perspektive des Buches geschuldet. Das Buch ist aus der Sicht von Aiden Wirket geschrieben, der sich selber die Ereignisse nicht so ganz erklären kann und so stehen wir mit ihm unter dem Einfluss eines merkwürdigen Phänomens, dass die Geschicke des Ortes Duneburg leitet.
Auf seinem Weg begegnet er verschiedenen Personen, wie zum Beispiel dem Duneburger Stadtschutz, der aus 6 Personen besteht, einem Runenmagier namend Nitja, sowie der Gasthausbesitzerin Renja und der in Verdacht geratenen Erren, die vom Stadtschutz verfolgt wird.
Die Dialoge im Buch waren teilweise sehr amüsant mitzuverfolgen. Es ist sehr viel trockener Humor im Buch enthalten, der mir sehr zugesagt hat. Ich meine auch eine gewisse Gesellschaftskritik aus dem Buch herausgelesen zu haben, aber so richtig greifen kann ich das Ganze nicht.
Von der Umgebung und dem Humor her hat mich das ganze sehr an Norddeutschland erinnert, wo ich selber ja auch lebe. Auch auf der Seite von Platti Lorentz merkt man das ganz eindeutig und das Impressum bestätigt, dass sie im hohen Norden Deutschlands zu Hause ist.
Auch wenn es nicht so wirklich etwas mit dem Buch zu tun hat, aber das mir sehr gut gefällt, ist, dass die Autorin Kritik von ihren Lesern sehr ernst nimmt und daraufhin den Roman auch überarbeitet hat. Hierbei bleibt sie sich aber dennoch selber treu.

Fazit: Ein interessanter Roman, der anfangs sehr verwirrend war, aber mit viel norddeutschem Humor gespickt ist. 3 Sterne und eine Leseempfehlung an alle Nordlichter und all diejenigen, die sich von unserem trockenen Humor anstecken lassen wollen.

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