Dienstag, 4. Oktober 2022

Monis (Zeit)Reise-Update #100: „Last Night at the Telegraph Club“ von Malinda Lo

                  

Monis Zeitreise Update

Auf in die nächste Runde Monis Zeit(Reisen)-Update. Ich stelle euch meine aktuelle Lektüre vor, wie weit ich schon gelesen habe, wie ich das Buch bisher finde und warum ich das Buch ausgewählt habe.
Und diesmal ist es sogar ein Jubiläum: Ich habe die Nummer 100 erreicht!

Welche Buch lese ich gerade?
Bei „Drachenbanner“ von Rebecca Gablé geht es in den Endspurt. Zwei Leseabschnitte stehen mir noch bevor und die Leserunde macht mir richtig Spaß.
Mein Buch für die Woche ist nun „Last Night at the Telegraph Club“ von Malinda Lo geworden. Hier bin ich bei 9%.

„»This year we‘re going on a journey to better understand ourselves and our goals for life after high school,« Miss Weiland announced, standing at the blackboard at the front of the class room.“ (50%)

Worum geht es in dem Buch?
Wir befinden uns im Jahr 1954 und Lily befindet sich im letzten Highschool-Jahr, wie man an dem Zitat erkennen kann. Lily ist chinesisch-amerikanisch und in San Franciscos Chinatown aufgewachsen. Zusammen mit Kathleen Miller wird sie zusammen den Telegraph Club besuchen, eine Bar, in der sich lesbische Personen treffen. Eine Liebe entsteht, die in den 50ern Jahren nicht einfach ist. Erst recht nicht in Chinatown und in einer Zeit, in der die Angst vorm Kommunismus groß ist. Auch Lilys Vater droht die Abschiebung und dennoch werden die beiden, um ihre Liebe kämpfen.

Wie gefällt es mir bisher?
Bisher gefällt es mir ganz gut, auch wenn ich noch gar nicht so viel sagen kann. Lily ist in einem sehr beschützenden Umfeld aufgewachsen und denke ich ein bisschen in den Konvention-Vorstellungen ihrer Familie an eine junge chinesische Frau gefangen. Dass sie sich zu Frauen hingezogen fühlt, wird bisher sehr subtil eingebaut. Wir werden wahrscheinlich noch erleben, wie sie sich aus dem Käfig befreien wird, den ihre Familie und die Gesellschaft ihr geschaffen haben und das in einer Zeit, in der es sicherlich noch deutlich schwieriger war, dazu zu stehen, dass man lesbisch ist und in einer Zeit, die auch politisch sehr heikel war für chinesisch-amerikanische Staatsbürger.

Warum wollte ich das Buch unbedingt lesen?
Es ist ganz weit von meinem üblichen Beuteschema entfernt. Liebesgeschichten sind an sich nicht so meins, aber eingebettet in den historischen Kontext und das es um eine lesbische Liebesgeschichte geht, war ich dann doch neugierig, weil ich auch einiges Gutes zu diesem Buch gehört habe. Es ist eine Own Voice Geschichte, da die Autorin selber chinesisch-amerikanisch ist und mit lesbisch haben wir hier LGBTQIA+-Repräsentation. Die Autorin ist 48 und setzt sich sehr für diverse Repräsentation in Young Adult-Romanen ein.

Rezensionen zu bisher gelesenen Büchern:
Es ist das erste Buch der Autorin, dass ich lese.