Dienstag, 8. Februar 2022

Monis (Zeit)Reise-Update #70: „Binti: The Complete Trilogy“ von Nnedi Okorafor

              

Monis Zeitreise Update

Auf in die nächste Runde Monis Zeit(Reise)-Update. Ich stelle euch meine aktuelle Lektüre vor, wie weit ich schon gelesen habe, wie ich das Buch bisher finde und warum ich das Buch ausgewählt habe.

Welches Buch lese ich gerade?
Ich lese „Binti: The Complete Trilogy“ von Nnedi Okorafor und bin bei 66%.
 
„It started with a nightmare.“ (66%)
 
Worum geht es in dem Buch?
So richtig zusammenfassen kann ich es gar nicht. Binti ist die erste der Himba, der ein Platz an der Oomza Universität angeboten wird. Die Himba verlassen ihr Land und ihre Familie normalerweise nicht, aber Binti möchte ihre Chance nicht ungenutzt lassen und so lässt sie ihre Familie zurück und begibt sich auf den Weg zu einem anderen Planeten und an die Oomza Universität. Ihre Reise dorthin soll schon von einigen Unwegsamkeiten geprägt sein und bringt sie auf einen Weg von dem es kein zurück gibt. Mittlerweile hat sich das ganze aber deutlich von der Oomza Universität aus dem ersten Teilstück der Geschichte wegbewegt.

Wie gefällt es mir bisher?
Bei dieser Reihe hat es sich tatsächlich mal gelohnt durchzuhalten. Ich war zwar immer fasziniert, aber irgendwie ging mir alles zu schnell und ich hatte das Gefühl ich verstehe nicht alles. Die gesamte Trilogie ist als Gesamtausgabe erschienen und als drei sehr kurze Einzelbände. Die Gesamtausgabe hat gerade mal 368 Seiten auf englisch. Da kann man sich jetzt denken wie kurz die einzelnen Teile sind. Das ist glaube ich die kürzeste Trilogie, die ich kenne. Es ist eine sehr interessante Welt. Man reist in shrimps-artigen Wesen zu anderen Planeten. Es sind Lebewesen, aber auch Technologie. Diese Idee finde ich total faszinierend. Mittlerweile hat sich die Geschichte doch sehr weit von der ursprünglichen Oomza Universität entfernt. Es geht um Themen wie Herkunft, Traditionen, Selbstbestimmung, seinen eigenen Weg finden und einen Konflikt, der wahrscheinlich so alt ist, wie die Menschheit selbst. Es gilt einen Krieg zu verhindern. Nigerianische Kultur und Traditionen werden hier mit einem futuristischen Science-Fiction Setting verbunden und die Kombination ist spannend. 
 
Warum wollte ich das Buch unbedingt lesen?
Kann ich in diesem Fall gar nicht sagen. Wahrscheinlich habe ich die Reihe mal irgendwann auf Social Media gesehen. An sich versuche ich offener für Bücher zu sein, die nicht mich und meinen Kulturkreis repräsentieren. Sich damit zu identifizieren ist leicht, weil man das ja irgendwie kennt. Ich versuche meinen Blick so ein bisschen zu erweitern.

Und hier noch einige Hintergrundinfos zu Nnedi Okorafor:
Nnedi Okorafor wurde in den USA geboren. Sie ist das Kind nigerianischer Einwanderer (Igbo). Sie lehrt kreatives Schreiben an der Universität in Buffalo und hat einen Ph.D in Englisch. Mit ihrer Tochter und Familie lebt sie derzeit in Illinois. Mit ihren Büchern hat sie schon einige Preise gewonnen, u.a. den Macmillan Writer‘s Prize for Africa, den Carl Brandon Parallax Award, den Black Excellence Award for Outstanding Achievement in Literature, den Wole Soyinka Africa Prize for Literature und den Strange Horizon Readers Choice Award für Nonfiction. Ich habe ehrlich gesagt noch nie von diesen Preisen gehört, aber es wirkt schon sehr beeindruckend. Bei einigen weiteren Wettbewerben war sie im Finale, u.a. beim Arthur C. Clarke Award. Der erste Teil dieser Reihe hat zum Beispiel den Nebula und den Hugo Award gewonnen. Von beiden Preisen habe ich gerade in Verbindung mit Science-Fiction Büchern schon mal gehört. Die Informationen zu ihrer Person habe ich meiner englischen Ausgabe von Binti entnommen.

Rezensionen zu bisher gelesenen Büchern von Nnedi Okorafor:
Es ist das erste Buch, dass ich von ihr lese.