Tja, eigentlich hatte ich letzten Donnerstag noch mit euch geteilt, wo ihr mich auf der #lbm18 treffen könnt, aber der erneute Wintereinbruch hat meine ganzen Pläne durchkreuzt. Statt eines Buchmesse-Berichts gibt es jetzt also einen Bericht von meiner versuchten Anreise.
Voller Vorfreude stand ich am Samstag schon um 5 Uhr auf, um die letzten Sachen zu packen und rechtzeitig am Bahnhof zu sein. Zu dem Zeitpunkt hielt ich mich noch für besonders schlau, weil ich lieber den Regionalexpress nach Hamburg statt der Bummelbahn genommen habe. Auf der Strecke Lübeck – Hamburg gibt es bei Kälte gerne auch mal Weichenstörungen und ich wollte kein Risiko eingehen meinen ICE nach Berlin zu verpassen. Bis Berlin lief auch alles super. Der Zug fuhr pünktlich los, kam nur etwas verspätet in Berlin an, der Folgezug nach Leipzig sollte warten bis die Reisenden zugestiegen sind. Ich hatte zwar schon gelesen, dass die Situation am Leipziger Hauptbahnhof recht kritisch sein soll, aber ich hatte die Hoffnung, dass ich gerade noch rechtzeitig losgefahren bin und es nach Leipzig schaffe.
Der erste Dämpfer kam dann als ich in den Folgezug eingestiegen bin. Der Lokführer gab die Info durch, dass der Zug umgeleitet wird und alle Reisenden nach Leipzig bitte den Zug verlassen sollen. Kurz zuvor im anderen Zug hatte ich noch ein nettes Buchhändler-Ehepaar (schaut gerne mal beim Leseschatz vorbei) aus Kiel getroffen und ihnen von der angespannten Situation in Leipzig erzählt. Für die beiden war ihr Tag auf der Buchmesse schon dann gelaufen, weil das Warten auf einen folgenden Zug sich nicht gelohnt hätte. Wir sind also zum DB-Reisezentrum gegangen, um zu klären, wie es jetzt weitergeht und danach trennten sich unsere Wege und sie wünschten mir noch viel Glück für die Weiterfahrt.


