Freitag, 12. Juli 2019

 Monis Zeitreise - Bildung/Wissen

Diese Kategorie habe ich jetzt fast ein Jahr lang vernachlässigt. Irgendwie bin ich immer nicht dazu gekommen hierzu etwas Neues vorzubereiten, andere Dinge waren oftmals wichtiger. Aber nun möchte ich euch mal wieder ein paar gebündelte historische Lesetipps geben. Dieses Mal geht es im erweiterten Sinne um Wissen und Bildung.

Das Licht der Welt von Daniel Wolf
Quelle: Goldmann
Die Fleury-Saga von Daniel Wolf mag ich sehr gerne. Heute stelle ich euch im Rahmen meiner Zeitreise den zweiten Teil dieser Reihe vor. „Das Licht der Welt“ erschien 2014 im Goldmann-Verlag. Es ist durchaus empfehlenswert die Reihe in der richtigen Reihenfolge zu lesen, aber es ist  nicht erforderlich um die Geschichte in diesem Roman zu verstehen.
Die zweite Generation der Familie Fleury spielt hier eine wichtige Rolle. Rémy Fleury liegt das kaufmännische im Gegensatz zu seinem Vater nicht im Blut. Er ist ein talentierter Buchmaler, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, jedem in Varennes-Saint-Jacques, egal ob arm oder reich, Zugang zur Bildung zu verschaffen. Er möchte, das jedes Kind lesen und schreiben lernt und dadurch seine Zukunft verbessern kann. Ein ehrenwertes Ziel, dass nicht von jedem gut aufgenommen wird und so schafft sich die Familie Fleury einen großen Feind, der nicht immer mit fairen Mitteln kämpft.
Ein historischer Roman, der mir außerordentlich gut gefallen hat. Der Schreibstil des Autors entführt einen direkt ins 13. Jahrhundert und lässt die Kleinstadt Varennes-Saint-Jacques vor dem inneren Auge entstehen. Große geschichtliche Ereignisse spielen hier eher weniger eine Rolle, sondern die beispielhafte Entwicklung einer Stadt im Mittelalter. Angereichert hat der ganze Autor die Geschichte mit den Themen jener Zeit, authentischen Figuren, mit denen man gerne mitfiebert und einer guten Mischung aus moderner und mittelalterlicher Sprache.

Rezension: "Das Licht der Welt" von Daniel Wolf

Die Rose der Welt von Peter Prange
Quelle: Fischer Scherz
In „Die Rose der Welt“ von Peter Prange geht es um die erste Universität der Welt. Das Buch ist im Februar 2016 im Fischer Scherz-Verlag erschienen und ist Teil der Weltenbauer-Dekalogie. Alle Romane können unabhängig voneinander gelesen werden. Entführt werden wir an die Pariser Sorbonne im 13. Jahrhundert. In Sachen Bildung hatte es dieses Jahrhundert in sich.
Jeder konnte an dieser Universität studieren, es war nicht entscheidend welchen Stand man hatte, sondern ob man den Verstand dafür besaß. Dennoch war es für arme Menschen nicht ganz einfach, denn das Beherrschen des Lateinischen sowie die Entrichtung einer Gebühr waren Grundvorraussetzung um an der Universität studieren zu dürfen. Hat man diese Hürde allerdings geschafft, so eröffnete einem das Studium enorme Aufstiegschancen. Ein Thema, das auch heute noch kaum an Aktualität eingebüßt hat und somit äußerst spannend ist.
Um der Geschichte noch mehr Brisanz zu verleihen, befinden wir uns an einem sehr kritischen Punkt in der Geschichte der Universität. Ein Streit zwischen Magistern und Studenten auf der einen Seite sowie Kirche und Staat auf der anderen Seite entbrennt und führt so zum ersten Steik in der Geschichte. Der Autor hat dies alles sehr gut eingefangen und stellt den Verlauf nachvollziehbar dar. Hierbei erfährt der Leser viel über den Ablauf des Unterrichtes und die Disputationen. die dort stattgefunden haben. Das alles hat mir sehr gut gefallen. Teilweise war der Wortschatz etwas schwierig. Das sollte einen aber nicht davon abhalten, diesen gut recherchierten Roman, der sich am Leben des ersten Intelektuellen Robert Sorbon orientiert hat, zu lesen.
Quelle: Lübbe
Als letztes Buch in dieser Runde möchte ich euch „Die Arznei der Könige“ von Sabine Weiß vorstellen. Der Roman ist im März 2018 im Lübbe-Verlag erschienen und erzählt die Geschichte von Jakoba, der Glücklichen.
Entführt werden wir ins 14. Jahrhundert. Viel ist nicht über Jakoba bekannt und so ist ein großer Teil des Romanes fiktiv. Alles was man über den Prozess gegen Jakoba erfährt, stimmt aber und ist so in Prozessakten festgehalten. Denn Jakoba hat als Frau Medizin praktiziert und das ziemlich erfolgreich. Das kann man sich im 14. Jahrhundert und in einer von Männer dominierten Welt kaum vorstellen.
Das Buch fängt zwar im Norden Deutschlands an, führt uns u.a. aber auch nach Venedig, dass sehr toll beschrieben wird, und nach Paris, wo Jakoba praktiziert hat und angeklagt wurde. Die Autorin versteht es einem das medizinische Wissen jener Zeit nahe zu bringen. Theriak, die Arznei der Könige, hat hierbei einen besonderen Platz. Einzig die Liebesgeschichte des Buches ist nicht so ganz bei mir angekommen. Diese nimmt aber keinen übergeordneten Platz ein und fällt daher nicht so sehr ins Gewicht.

Rezension: "Die Arznei der Könige" von Sabine Weiß

Ich hoffe, meine neuen Lesetipps haben euch gefallen und ihr habt Lust auf einen historischen Roman bekommen, bei dem Wissen und Bildung eine wichtige Rolle spielen. Lasst mir gerne einen Kommentar da.

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